Winterwetter

Lawinengefahr steigt – Experten warnen Wintersportler

19. Februar 2026 , 18:32 Uhr

Neuschnee, Wind und steile Hänge: Warum Experten jetzt vor Touren abseits der Pisten warnen – und welche Zeichen auf akute Lawinengefahr hindeuten.

In Bayern steigt die Lawinengefahr. Oberhalb von 1.600 Metern ist abseits von Pisten maximale Vorsicht geboten: Nach Schneefällen herrscht dort große Gefahr, wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilte. Vor allem in den Allgäuer und Werdenfelster Alpen gilt in höheren Lagen Warnstufe vier auf der fünfteiligen Skala. 

In Österreich starben in den vergangenen Tagen drei Wintersportler in Lawinen. Zuvor war Anfang der Woche ein Skitourengeher im Allgäu am Iseler tödlich verunglückt. Der 46-Jährige war allein unterwegs und hatte laut Polizei offensichtlich selbst die Lawine ausgelöst.

Wumm-Geräusche weisen auf Gefahr hin

Das Hauptproblem sei der Neuschnee, erläuterte der Lawinenwarndienst Bayern. Wo der Wind den Schnee gebunden habe, könnten Schneebrettlawinen abgehen – sie könnten sich von selbst lösen oder durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden. Gefahr droht grundsätzlich in Hängen über 30 Grad Neigung, besonders in Rinnen und Mulden, wo sich der Schnee sammelt. 

Risse beim Betreten der Schneedecke und Wumm-Geräusche wiesen auf die Lawinengefahr hin, hieß es. Unterhalb 1.600 Metern gilt teils erhebliche Gefahr der Warnstufe drei, teils gaben die Experten auch nur die mäßige Gefahrenstufe zwei aus. 

Nach Lawinenunglücken zählt in aller Regel jede Minute. Schon nach zehn Minuten unter dem Schnee sinkt die Überlebenschance rapide, es droht Ersticken. Experten mahnen, die Lawinenwarnberichte zu beachten, die nötige Ausrüstung wie Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel dabei zu haben und risikoreiches Steilgelände zu meiden. 

Schnelle Entspannung ist nicht in Sicht: Es schneit zumindest in den Hochlagen weiter. Vor allem im Allgäu und im Oberland soll es auch am Freitag den ganzen Tag dicke Flocken geben. Auf den Straßen kann es weiter glatt werden.

Quelle: dpa

 

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