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Lawinengefahr in bayerischen Alpen steigt an

10. Januar 2026 , 18:55 Uhr

Wintersportler sollten in den Bergen besondere Vorsicht walten lassen. In manchen Teilen der Alpen erreicht die Lawinengefahr die vierte von fünf Stufen.

Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist weiter angestiegen: Oberhalb der Waldgrenze ist die Gefahr nach Einschätzung des Lawinenwarndienstes nun groß, das entspricht der Warnstufe vier von fünf. Unterhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr erheblich, was der Warnstufe drei von fünf entspricht. Besonders betroffen sind den Angaben nach die Allgäuer Alpen.

In allen Höhenlagen sei das Hauptproblem der sogenannte Triebschnee, urteilen die Experten. Triebschnee entsteht, wenn lockerer Schnee in oberflächlichen Schichten vom Wind verweht und an anderer Stelle abgelagert wird. In eingewehten Bereichen, besonders etwa in Rinnen und Mulden, können sich laut Lawinenwarndienst auch mit geringer Zusatzbelastung Schneebrettlawinen lösen.

Als geringe Zusatzbelastung gelten etwa einzelne Skifahrer, Snowboarder oder Schneeschuhgeher sowie Gruppen an Wintersportlern, die mit größeren Abständen voneinander unterwegs sind. «Gefahrenstellen sind zahlreich und finden sich auch im Waldübergangsbereich sowie in Waldschneisen und Lichtungen», hieß es.

Der in den Wintermonaten täglich veröffentlichte Lawinenlagebericht dient nicht nur Bewohnern alpiner Gebiete, sondern vor allem auch Wintersportlern wie Skitourengehern zur Einschätzung der weißen Gefahr. Die Lawinengefahr wird anhand einer fünfstufigen Skala angegeben, die von gering über mäßig und erheblich bis zu groß und sehr groß reicht.

Bei Stufe vier können große oder sehr große Lawinen spontan oder bei geringer Belastung ausgelöst werden. Rund 10 Prozent aller tödlichen Lawinenunfälle ereignen sich in dieser Warnstufe.

Quelle: dpa

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