Winterliche Gefahr

Lawinenalarm ab Stufe 3 – Experten warnen vor Risiko

02. Februar 2026 , 04:00 Uhr

Tiefschnee-Abenteuer mit Risiko: Warum Lawinen oft unterschätzt werden und welche Ausrüstung im Notfall Leben retten kann.

Unberührter Tiefschnee lockt – doch auch neben gesicherten Pisten droht Lawinengefahr. An die Hundert Menschen sterben jährlich in den Alpen, in Deutschland gibt es im Schnitt einen Toten. Das Risiko wird oft unterschätzt.

Lawinenwarnstufen

Die Gefahr wird vom Lawinenwarndienst in fünf Stufen eingeteilt – von 1 (gering) bis 5 (sehr groß). Für Unerfahrene gilt: Ab Stufe 3 («erheblich») besser ganz auf Abfahrten im freien Gelände verzichten. In dieser Stufe passieren die meisten Unfälle. Lawinenlageberichte gibt es online und gelegentlich an Liftstationen.

Lawinenausrüstung

Wer abseits gesicherter Pisten unterwegs ist, sollte mindestens ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel dabei haben – und wissen, wie man das Material benutzt. Experten empfehlen, einen Kurs zu besuchen. 

Besonders der Umgang mit dem LVS-Gerät erfordert Übung – und im Ernstfall muss es sehr schnell gehen, die Überlebenschance eines Verschütteten sinkt nach zehn Minuten unter den Schneemassen bereits drastisch. Immer häufiger kommen Lawinenairbags hinzu, die in einem Rucksack verstaut sind und die der Skifahrer im Ernstfall auslösen kann. Der Airbag soll helfen, an der Oberfläche zu bleiben. 

Wo wird es gefährlich?

Besonders riskant sind steile Hänge ab etwa 30 Grad Neigung, Rinnen und Mulden, in denen sich der Schnee sammelt – und vom Wind gepresste Bereiche. Je nach Wetterlage können oft Nord- und Osthänge gefährdet sein. Aber auch an Sonnenhängen kann vor allem im Frühjahr der weiche Schnee als Grundlawine abrutschen. 

Warnzeichen wie «Wumm»-Geräusche, Risse oder abrutschende Schneeschollen deuten auf instabile Schneedecken hin – dann sofort umkehren. Grundregel: Spuren bedeuten keine Sicherheit – im Zweifel bleibt man auf der Piste.

Quelle: dpa

 

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