Im Landkreis Forchheim werden zwei wichtige Wehre für die traditionelle Wiesenbewässerung saniert. Das Gosberger und das Reuther Wehr sind seit rund 100 Jahren in Betrieb. Mit der Sanierung soll das fränkische Kulturerbe erhalten bleiben. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat beim Spatenstich gestern die Bedeutung des Systems für Natur und Klimaanpassung betont:
„Franken ist oft wasserarm – im Sommer mehr als im Winter – und um dieser Wasserarmut zu begegnen hat man die Wiesen angestaut. Und mit dem Wiesenanstauen ist natürlich dieses segensreiche Land, das bei uns „Zweng“ heißt – eben zu wenig – entstanden.“
Die traditionelle Wiesenbewässerung hilft außerdem, Wasser zurückzuhalten, und fördert die Artenvielfalt. Forchheims Landrat Hanngörg Zimmermann sieht darin einen wichtigen Schritt:
„Das Projekt ist für mich einmal ganz wichtig, dass man ganz viele Beteiligte zusammengebracht hat. Es sichert uns die Kulturregion. Es sind 150 Hektar landwirtschaftlicher Fläche und die Landwirtschaft ist ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft, der da ist. Es ist ein Naheholungsgebiet, was wir haben, aber es ist natürlich auch für die Trinkwasserversorgung und auch für das Klima der Stadt Forchheim ganz wichtig.“
Die Sanierung soll dafür sorgen, dass die traditionelle Wiesenbewässerung auch künftig erhalten bleibt. Finanziert wird sie größtenteils durch den Klimafonds der Europäischen Metropolregion.