Konflikt in Syrien

Kurden protestieren gegen Vorrücken des syrischen Militärs

24. Januar 2026 , 19:23 Uhr

Bundesweit protestieren Kurden und ihre Unterstützer gegen den Versuch der syrischen Übergangsregierung, den Norden des Landes militärisch unter Kontrolle zu bringen.

Kurden und Unterstützer haben in München gegen das Vorrücken syrischer Regierungstruppen und ihrer Verbündeten im Norden des arabischen Landes protestiert. Die Veranstalter forderten die Bundesregierung auf, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherstellung humanitärer Hilfe zur Priorität zu machen. Die Polizei war mit starken Kräften angerückt. An der Auftaktkundgebung nahmen geschätzt einige hundert Menschen teil, etliche weitere Teilnehmerinnen schlossen sich der Kundgebung auf ihrem Weg durch die Münchner Innenstadt an. Offizielle Teilnehmerzahlen der Polizei oder der Veranstalter gab es zunächst nicht. 

Die Münchner Demonstration war eine von bundesweit knapp 30 angekündigten Veranstaltungen gegen das militärische Vorrücken der Truppen der syrischen Übergangsregierung und deren Verbündete. Auch in Nürnberg war eine Kundgebung geplant, größere kurdische Demonstrationen waren in Köln, Berlin, Frankfurt, Hamburg und Hannover angekündigt. 

Nordsyrien wird seit Jahren von linksgerichteten Kurden und deren Miliztruppen der Syrischen Demokratischen Kräfte quasi autonom verwaltet. Die islamistisch geprägte syrische Übergangsregierung will die Region unter ihre Kontrolle bringen. Ungeachtet eines Waffenstillstands werfen die Kurden den Regierungstruppen und deren Verbündete Angriffe auch auf Zivilisten vor. Die «Rojava» genannte Selbstverwaltung ist Teil des langen Strebens der Kurden nach einem eigenen Staat.

Quelle: dpa

 

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