Die Bamberger Künstlerin Simone Körner erhält das Kunststipendium 2026, das jährlich im Wechsel von Stadt und Landkreis Bamberg vergeben wird. Mit insgesamt 9.000 Euro dotiert, ermöglicht das Stipendium Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, sich mehrere Monate intensiv einem Projekt zu widmen. Für 2026 lagen zwölf Bewerbungen aus allen Sparten vor. Die Jury mit Landrat Johann Kalb, der Kunststipendiatin 2025 Nora Kovats, Nora Gomringer und Marcus Rudolf Axt entschied sich mehrheitlich für Körner.
Simone Körner, 1992 im Landkreis Bamberg geboren, arbeitet zwischen Skulptur, Live-Kunst, Mode, Fotografie und Schrift. In ihrer Forschungspraxis verbindet sie gesellschaftliche und kulturelle Fragen mit tradierten Geschlechterbildern und christlich geprägten Symbolformen. Ziel ihres Stipendiumsprojekts ist es, Spelzen und Spreu von Dinkel mit Pilzmyzelen in Formen zu gießen, die an Rokoko-Deckenfresken erinnern – und so regionale Agrarstoffe mit kunsthistorischen Bezügen zu verbinden.
Der Landkreis und die Stadt Bamberg würdigen damit eine außergewöhnliche Künstlerin, die experimentelle Arbeiten mit innovativen Bezügen zwischen Kunst und Agrarwirtschaft vereint.