Kulturerbe verbinden, Menschen verbinden: EKS-Stätten trafen sich in Bamberg

29. Oktober 2025 , 18:46 Uhr

Die Stätte des Europäischen Kulturerbe-Siegels (EKS) „Cisterscapes – Cistercian Landscapes Connecting Europe“ war vor kurzem Gastgeber einer regionalen Tagung der EKS-Stätten aus Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik. Auf Einladung des Nationalen Koordinators für das EKS in Deutschland kamen bei dieser Veranstaltung Vertreterinnen und Vertreter der EKS-Stätten sowie von staatlicher Seite zusammen, um die Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame Herausforderungen bei der Förderung des europäischen Kulturerbes anzugehen. Ziel des Treffens war es, die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den EKS-Stätten sowie den Nationalen Koordinatorinnen und Koordinatoren zu fördern und gleichzeitig Strategien zur Sensibilisierung und zur Steigerung der Wirkung des Labels zu erörtern.

Das EKS ist eine Vorzeigeinitiative der EU, die Stätten von außergewöhnlichem symbolischem Wert für die europäische Geschichte und Identität hervorhebt. Dabei konzentriert es sich nicht nur auf die Erhaltung von Denkmälern, sondern auch auf die Förderung eines aktiven Engagements für europäische Werte – Demokratie, Menschenrechte, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.

Eric Seng, Nationaler Koordinator für das EKS in Deutschland: „Das EKS ist mehr als nur eine Plakette an einem Gebäude. Es steht für Menschen, die grenzüberschreitend zusammenarbeiten, um die gemeinsame Geschichte Europas lebendig werden zu lassen. Dieses Treffen in Bamberg bot die Gelegenheit, Ideen auszutauschen, bewährte Verfahren zu teilen und neue Wege zu entwickeln, um das Label sichtbarer zu machen. Wir sind dem Landkreis Bamberg als transnationalem Koordinator von Cisterscapes und dem EKS-Büro sehr dankbar für ihre Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung.“

Johann Kalb, Landrat des Landkreises Bamberg und Initiator des Projekts Cisterscapes: „Als Landrat des Landkreises Bamberg war es mir eine große Freude, das Regionaltreffen auszurichten. Es war eine großartige Gelegenheit, die anderen EKS-Stätten kennenzulernen und gleichzeitig die seit 2019 erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb unseres Cisterscapes- Netzwerks mit 17 Partnerstätten in fünf Ländern vorzustellen. Dieser Austausch über die Ländergrenzen hinweg ist der Schlüssel zur lebendigen Vermittlung unseres gemeinsamen Kulturerbes.“

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Steigerung der Sichtbarkeit des EKS und seiner einzigartigen Mission, die Erkundung von Finanzierungsmöglichkeiten für gemeinsame Projekte, die Gestaltung der zukünftigen Entwicklung des Siegels und vieles mehr. Die Teilnehmenden besuchten auch die EKS-Stätte „Cisterscapes – Cistercian Landscapes Connecting Europe“, um zu zeigen, wie Kulturerbe-Netzwerke die grenzüberschreitende Zusammenarbeit inspirieren können.

Seit seiner Einführung im Jahr 2011 hat das EKS 67 Stätten in 22 EU-Mitgliedstaaten ausgezeichnet und damit ein lebendiges Museum des gemeinsamen Erbes Europas geschaffen. Diese Stätten erzählen Geschichten von Widerstandsfähigkeit, Kreativität und Solidarität – vom Westfälischen Frieden bis zum Hambacher Schloss und darüber hinaus.

 

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