Vor allem Menschen mit psychischen Problemen rufen den Krisendienst Oberfranken an. Im vergangenen Jahr waren es so viele, wie noch nie. Über 9.000 Anrufe – und damit fast 2.000 mehr als im Vorjahr – sind bei dem Dienst des Bezirks Oberfranken eingegangen. Dazu waren die mobilen Einsatzteams auf über 200 Kriseninterventionen. Sie haben sich also mit Personen an einem neutralen Ort getroffen, weil sie beispielsweise suizidgefährdet sind. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Die Entscheidung darüber trifft die Leitstelle nach einem telefonischen Erstgespräch. Und in der Regel sind unsere Teams innerhalb einer Stunde vor Ort. Wir haben vier Punkte in ganz Oberfranken, von denen wir jeden Ort in Oberfranken relativ schnell erreichen kann.“
Die Zahlen würden zeigen, dass immer mehr Menschen den Krisendienst kennen und Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Das sind vor allem Menschen unter 40. Mit verschiedenen Aktionen versucht man aber auch die älteren Generationen besser zu erreichen. Beispielsweise habe der Bezirk Tüten für Apotheken mit der Nummer des Krisendienstes bedrucken lassen. Das ist die 0800/ 655 3000. Im ganzen Freistaat können Hilfesuchende die Nummer rund um die Uhr wählen und erreichen den Krisendienst des jeweiligen Bezirks.