Krise in der Automobil-Branche - mehr als 50.000 Jobs weggefallen - IG Metall sieht Hersteller in der Pflicht

26. August 2025 , 11:18 Uhr

In der deutschen Autobranche fallen immer mehr Stellen weg – Laut einer Analyse einer Beratungsgesellschaft waren es innerhalb eines Jahres mehr als 51.000 Jobs. Die Gründe und Folgen: hohe Energiekosten, der Zollstreit mit den USA und weniger verkaufte Autos. Diese Probleme machen sich auch direkt bei den Auto-Zulieferern bei uns in der Region bemerkbar, so Martin Feder von der IG Metall Bamberg. Er sieht die deutsche Autobranche in der Pflicht:


„Wir brauchen ein klares Bekenntnis der deutschen Hersteller und Zulieferer zum Heimatmarkt. Und anstatt immer nur an der Kostenschraube zu drehen, müssen die deutschen Unternehmen wieder als Innovationsträger vorangehen. Deutschland war noch nie ein Low-Cost-Country und wir wollen das auch nicht werden. Wir waren immer Leit-Markt für Innovationen und neue Produkte und für die berühmte deutsche Ingenieurskunst.“

Seit vielen Jahren der Transformation werde immer wieder nur darüber geredet, was alles nicht mehr in Deutschland produziert werde. Er würde sich stattdessen wünschen, dass man endlich wieder mehr darüber rede, was man in Deutschland besser könne als anderswo, so Feder weiter.

 

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