Behördenmitarbeiter bestochen?

Korruptionsverdacht im Amt - Verdächtige gestehen weitgehend

24. März 2026 , 13:18 Uhr

Im mutmaßlichen Korruptionsfall rund um das Landratsamt Miltenberg haben zwei Beschuldigte gestanden. Was die Ermittler zu den Abläufen und weiteren Verdächtigen sagen.

Zwei Mitarbeitende des Landratsamts Miltenberg haben im Wesentlichen gestanden, in Flüchtlingsangelegenheiten bestochen worden zu sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg soll die Zuteilung von Migranten auf Unterkünfte gegen Sach- und Dienstleistungen der Betreiber erfolgt sein. «Beide Beschuldigte haben den Sachverhalt im Wesentlichen eingeräumt», teilte ein Behördensprecher mit. Bei den beiden Landratsamtsmitarbeitern handelt es sich um einen Mann und eine Frau. 

Die anderen Verdächtigen, die die Behördenmitarbeiter bestochen haben sollen, hätten sich indes nicht zu den Vorwürfen eingelassen. Der Tatzeitraum liegt laut Staatsanwaltschaft zwischen 2023 und 2026.

Razzia vergangene Woche

Das «Main-Echo» hatte zunächst von einer möglichen Bestechung im Kontext der Anmietung und Belegung von Immobilien für Flüchtlinge berichtet.

In der vergangenen Woche hatte die Polizei wegen Korruptionsverdachts im Landratsamt Miltenberg mehr als 20 Wohnungen und Gewerbegebäude am bayerischen Untermain und in Baden-Württemberg durchsuchen lassen. 15 Menschen zwischen Anfang 20 und Mitte 60 werden laut den Ermittlern unter anderem der mutmaßlichen Bestechung und Bestechlichkeit verdächtigt.

Quelle: dpa

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