Unglück im Osterurlaub

Korinth: Deutsche Touristin von einstürzendem Balkon getötet

06. April 2026 , 10:31 Uhr

Unfassbares Unglück in Griechenland: Ein Balkon begräbt eine Urlauberin. Ein Bauunternehmer und ein Ingenieur werden festgenommen – was lief bei der Renovierung des Gebäudes schief?

Eine 43 Jahre alte Touristin aus Deutschland ist im Raum der griechischen Hafenstadt Korinth bei einem Unglück ums Leben gekommen. Ein Balkon eines Gebäudes stürzte ein und begrub die Frau unter sich. Dies berichtet der griechische Rundfunk (ERTNews).

Die Frau war mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Alter von vier, sieben und zehn Jahren in Griechenland, um die Osterfeiertage zu verbringen. Am Karsamstag besuchte die Familie eine örtliche Taverne. Auf dem Heimweg ging sie am Gebäude vorbei, als der Balkon plötzlich einstürzte und die Frau traf. Sie starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Ihr Ehemann und die beiden jüngeren Kinder blieben unverletzt, befinden sich jedoch in einem Schockzustand. Das zehnjährige Kind erlitt eine Kopfverletzung, ist aber nicht in Lebensgefahr, wie örtliche Medien berichteten. 

Anwohner erzählten, dass das Gebäude seit vielen Jahren verlassen war. In letzter Zeit seien zwar Renovierungsarbeiten durchgeführt worden, allerdings habe man dafür weder Absperrgitter noch Warnbänder angebracht.

Der Bauunternehmer, der in den vergangenen Tagen mit der Renovierung des Gebäudes beauftragt war, sowie der zuständige Ingenieur wurden festgenommen. Die zuständigen Behörden seien dabei, nun die genaue Ursache des Unglücks zu ermitteln, so der griechische Rundfunk weiter.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

08.04.2026 Skiunfall in Österreich: Münchner tot, Mann aus NRW verletzt In einem Skigebiet in Tirol prallen zwei erfahrene Skifahrer frontal zusammen. Einer der beiden stirbt noch am Hang. Laut Augenzeugen waren hohe Geschwindigkeiten im Spiel. 07.04.2026 Dresdner Skifahrer stürzt bei Gipfel-Ausflug in den Tod Im Skigebiet Sölden gibt es einen beliebten Weg von einer Liftstation zu einem Gipfel. Doch der Abstecher ist mit Risiken verbunden. Einem Deutschen werden abbrechende Schneemassen zum Verhängnis. 07.04.2026 Tödlicher Winter: Mindestens 135 Tote durch Lawinen In vielen europäischen Skigebieten ist die Saison nach dem Osterwochenende vorbei. Die Lawinenwarndienste ziehen eine düstere Bilanz. Experten meinen, dass das auch mit dem Klimawandel zu tun hat. 04.04.2026 Jahrelang vermisster Rucksack-Tourist für tot erklärt Seit dem Sommer 2022 wird ein junger Mann aus Niedersachsen vermisst, der auf den kanarischen Inseln gewandert ist. Nun steht fest: Der damals 23 Jahre alte Mann ist auf Teneriffa tödlich verunglückt.