Die romantische Komödie «No Good Men» der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat soll in diesem Jahr die Berlinale eröffnen. Der Film erzähle von der einzigen Kamerafrau bei Kabul TV, die überzeugt sei, dass es in Afghanistan keine guten Männer gebe, teilten die Internationalen Filmfestspiele in Berlin mit.
Doch kurz vor der Rückkehr der Taliban begleite sie einen Reporter auf einen Außeneinsatz «und plötzlich sprühen die Funken». «Eine Begegnung, die ihre Überzeugungen ins Wanken bringt.»
Die Berlinale, die neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals zählt, wird am 12. Februar eröffnet. Der Auftaktfilm, der an verschiedenen Orten in Deutschland gedreht wurde, soll im Sommer ins Kino kommen.
«Shahrbanoo Sadat gehört zu den spannendsten Stimmen des internationalen Kinos», teilte Festivalleiterin Tricia Tuttle mit. Auch in ihrem neuesten Werk rücke sie das Leben afghanischer Frauen in den Mittelpunkt.
Dass der Film wahre Begebenheiten aufgreife und seine Entstehung für die Regisseurin mit großen Risiken verbunden gewesen sei, mache «No Good Men» zu einem umso eindrucksvolleren Auftakt, teilte Tuttle mit.
Die Regisseurin hat auch «Wolf and Sheep» und «Kabul Kinderheim» gedreht. Nach Angaben der Hamburger Landesregierung arbeitet sie seit ihrer Evakuierung aus Afghanistan im August 2021 in Hamburg.
«Weil ich in einer zutiefst patriarchalen afghanischen Gesellschaft groß wurde, glaubte ich lange nicht an gute Männer», erklärte sie in der Mitteilung der Berlinale. «Erst später entdeckte ich, dass es eine andere Realität gibt.» Im vergangenen Jahr hatte Tom Tykwers «Das Licht» die Berlinale eröffnet.
Quelle: dpa