Protest im Allgäu

3.500 Menschen protestieren gegen AfD und Höcke-Auftritt

15. Februar 2026 , 21:36 Uhr

Die Stadt Lindenberg wollte eine Rede von Björn Höcke juristisch unterbinden. Richter entschieden anders. Gegen den Höcke-Auftritt im Allgäu formierte sich breiter Protest.

Im Allgäu haben nach Polizeiangaben etwa 3.500 Menschen gegen einen Wahlkampf-Auftritt von Björn Höcke demonstriert. Der Thüringer AfD-Chef trat beim AfD-Kommunalwahlkampf in Lindenberg (Landkreis Lindau) im stadteigenen Löwensaal auf, dorthin kamen laut Polizei etwa 600 Menschen. Außerdem gab es etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer weiteren Demo, die nach Worten einer Polizeisprecherin dem «rechten Spektrum» zuzuordnen war.

Die Stadt Lindenberg hatte versucht, juristisch gegen die Höcke-Rede vorzugehen und sich auf die bayerische Gemeindeordnung berufen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) jedoch sah keinen Grund für ein Redeverbot für den Thüringer AfD-Chef.

Die Demonstrationen und Kundgebungen verliefen laut Polizei weitgehend friedlich. Es sei nur zu einzelnen Störungen gekommen, hieß es.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2026 Scharfe Kritik an Weißwurstfrühstück im Landtag mit Höcke Die AfD-Fraktion hat im Landtag einen parlamentarischen Frühschoppen veranstaltet - mit Gast Björn Höcke. Die anderen Fraktionen finden deutliche Worte. Am Abend tritt Höcke im Landkreis Bayreuth auf. 13.02.2026 Verwaltungsgerichtshof erlaubt Auftritte von Höcke in Bayern Trotz neuer Gemeindeordnung dürfen AfD-Veranstaltungen mit Höcke in Bayern stattfinden. Die Richter sehen keine ausreichenden Gründe für ein Redeverbot. 12.02.2026 Redeverbot für AfD-Politiker Höcke in Oberfranken In Oberfranken bleibt AfD-Politiker Höcke als Redner ausgeschlossen. Auch in Lindenberg steht ein Redeverbot im Raum – Gegner der AfD rufen zu Protesten auf. 11.02.2026 Stadt Lindenberg plant Redeverbot für AfD-Politiker Höcke Erst verlor die Stadtverwaltung einen Rechtsstreit um eine AfD-Veranstaltung, nun will sie Björn Höcke zumindest einen Auftritt untersagen. Ein Gericht hatte der Kommune diesen Weg aufgezeigt.