Bergbau

Knauf nimmt Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk

26. Juni 2026 , 13:31 Uhr

Der Hersteller Knauf will bei Würzburg künftig eine Million Tonnen Gips pro Jahr fördern. Bedenken gibt es vor allem wegen des Trinkwassers.

Die umstrittenen Pläne für ein neues Gipsbergwerk des unterfränkischen Herstellers Knauf haben eine weitere wichtige Hürde genommen. Die Regierung von Unterfranken hat die Raumverträglichkeitsprüfung mit einem für Knauf positiven Ergebnis für das in der Allertheimer Mulde bei Würzburg geplante Projekt abgeschlossen. Allerdings muss Knauf eine ganze Reihe von Auflagen erfüllen, wie die Regierung in Würzburg mitteilte. Endgültig muss das Bergamt Nordbayern über die Genehmigung entscheiden. Dies wird nicht vor Jahresende erwartet.

Die fragliche Gegend hat eine große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt Würzburg und von umliegenden Gemeinden. Die Prüfung der Regierung von Unterfranken unter Einbeziehung hydrogeologischer Gutachten habe ergeben, dass der Gipsbergbau keine unkalkulierbaren Risiken bringen werde, wenn bestimmte Auflagen eingehalten werden, hieß es.

Restrisiko bleibt

Es bleibe ein Restrisiko, das aber als «beherrschbar» eingestuft werde. Sollte das Grundwasserangebot sinken, müsste Knauf den unter dem Grundwasserleiter befindlichen Bergbau wieder einstellen. 

Knauf will 50 Jahre lang unterirdische Gipsvorkommen ausbeuten. Jährlich sollen eine Million Tonnen Gips gefördert werden.

Für die raumplanerische Begutachtung seien 79 Träger öffentliche Belange gehört und 4.300 Einwendungen aus der Öffentlichkeit geprüft worden. Zudem hatte es eine Online-Petition mit mehr als 5.600 Unterzeichnern gegen das Projekt gegeben. 

Intensiver Prüfprozess

Das Unternehmen begrüßte die Beurteilung der Regierung von Unterfranken. «Diese Beurteilung ist Ergebnis eines intensiven Prüfprozesses. Sie ist eine weitere fachliche Bestätigung für das Projekt», sagte Marco Pabstmann, Direktor Technik bei Knauf. Das Unternehmen wolle ein zuverlässiger Partner der Region und ein guter Nachbar in Altertheim sein, sagte er. «Deshalb bleiben wir weiter im Dialog mit den Menschen in der Region, mit den Gemeinden und mit den beteiligten Behörden.»

Quelle: dpa

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