Kultfigur

Kerkeling: Rolle Horst Schlämmer «wie eine Befreiung»

14. Januar 2026 , 10:16 Uhr

Im März kehrt Hape Kerkeling nach mehr als 16 Jahren als schmieriger Lokalreporter Horst Schlämmer zurück auf die Leinwand. Wie fühlt es sich für ihn an?

Hape Kerkeling (61) hat seine Rückkehr zur Kultfigur des schmierigen Lokaljournalisten Horst Schlämmer als Befreiung bezeichnet. In einem Interview mit der «Bild»-Zeitung sagte der Komiker auf die Frage, was ihm mehr Spaß mache, Schlämmer zu spielen oder ihm zu widersprechen: «Beides ist eine Form von Therapie! Ihn zu spielen ist wie eine Befreiung – man darf alles sagen, was man normalerweise nur denkt, während man gleichzeitig nach altem Kaffee und Kölnisch Wasser riecht.» 

Es sei allerdings überlebenswichtig, Schlämmer zu widersprechen. «Wenn ich Horst nicht innerlich Einhalt gebiete, fängt er an, meine Steuererklärung auf Bierdeckeln zu machen. Und das Finanzamt versteht da leider keinen Spaß», witzelte der Schauspieler und Autor.

Neuer Schlämmer-Film kommt im März

Der neue Kinofilm «Horst Schlämmer sucht das Glück» soll am 26. März 2026 in den Kinos starten. Als stellvertretender Chefredakteur des «Grevenbroicher Tagblatts» will der Journalist den Menschen im Land das Lächeln zurückbringen. In der Komödie von Regisseur Sven Unterwaldt spielen unter anderem Komikerin Tahnee Schaffarczyk und Schauspielerin Meltem Kaptan mit.

Kerkeling trat erstmals Anfang der 2000er Jahre als Horst Schlämmer auf. 2009 kam der erste Film mit ihm: In «Horst Schlämmer – Isch kandidiere!» wollte der unsympathische und stümperhafte Lokalredakteur Kanzler werden.

«Horst ist absolut un-cancelbar.»

Auf die Frage im «Bild»-Interview, ob die Figur Horst Schlämmer heute noch erfunden werden könne, sagte Kerkeling: «Horst ist absolut un-cancelbar.» Die Figur verglich er mit einem alten Teppich, der aus der Zeit gefallen sei. «Er passt farblich nirgendwo mehr rein, er riecht ein bisschen streng, aber wenn man ihn rauswirft, fehlt einem die Gemütlichkeit.»

Erneut in die Rolle zu schlüpfen, sei für ihn kein Problem gewesen. «Sobald ich diesen Trenchcoat anziehe, passiert etwas Magisches. Mein Rücken krümmt sich automatisch um 30 Grad, mein Atem wird rasseliger und ich verspüre einen unbändigen Drang, jemanden „Schätzelein“ zu nennen.»

Quelle: dpa

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