Niederlage für Trump

Kennedy Center: Haben Trumps Namen vom Gebäude entfernt

13. Juni 2026 , 19:05 Uhr

Ob an Gebäuden, auf Nationalpark-Pässen oder Regierungsprogrammen: Trumps Name und Abbild taucht in den USA an immer mehr Orten auf. In einem Fall war Widerstand dagegen nun erfolgreich.

Das Kennedy Center in Washington hat den Namen von US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben von seiner Fassade entfernt. Bezeichnungen wie «Trump Kennedy Center» oder «Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts» seien zudem von der offiziellen Website der weltberühmten Kultureinrichtung genommen worden, teilte ein Vertreter des Kennedy Centers in einem Gerichtsdokument mit. 

Der Name des US-Präsidenten sei zudem etwa aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen, Pressemitteilungen und Verträgen entfernt worden. Ein Gericht hatte die Maßnahmen nach der Klage einer demokratischen Abgeordneten angeordnet. 

Ein von Trump kontrolliertes Gremium hatte die Umbenennung in Trump Kennedy Center beschlossen – zu unrecht, wie ein Gericht Ende vergangenen Monats feststellte. Dies sei dem Parlament vorbehalten, hieß es zu Begründung. Der Fall landete später noch vor einem Berufungsgericht – doch dieses stoppte die Entfernung von Trumps Namen nicht. 

Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit hat die Präsenz seines Namens und Abbilds im Land stark zugenommen – die Umbenennung des Kennedy Centers war nur eines von vielen Beispielen dafür. Sie erfolgte im Dezember – und führte zu großem Protest, Künstler sagten Auftritte ab. Auf die gerichtliche Anordnung, dies rückgängig zu machen, reagierte Trump extrem verärgert. 

Der US-Präsident hatte das Kennedy Center bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen «anti-amerikanische Propaganda» in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte vorübergehend seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. 

In dem Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.

Quelle: dpa

 

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