Beim umstrittenen Projekt Tiefensammler Bamberg-Ost gibt es eine wichtige Entlastung für Anwohner – und vor allem für den Kiosk Kunni am Adenauerufer. Die Stadt hält zwar am Bau des Tiefensammlers fest, verschiebt aber Teile der Arbeiten. Der südliche Abschnitt soll erst 2027 umgesetzt werden. Das bedeutet: 2026 bleibt der Geh- und Radweg offen und der Kiosk ist erstmal ohne Einschränkungen erreichbar. Gegenüber Radio Bamberg sagt Betreiber Kajetan Glückert:
„Ja, also bei uns ist natürlich jetzt ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Wir bekommen ein bisschen Zeit, ein Jahr mehr, um uns darauf vorzubereiten. Die Baumaßnahme ist wichtig. Wir möchten die auch konstruktiv angehen und das ist jetzt ein richtiges und wichtiges Zeichen der Stadt Bamberg, die Baumaßnahme und die Umsetzung nach hinten zu verschieben.“
Gleichzeitig setzt Kajetan Glückert für die Zukunft weiter auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg:
„Ich möchte eine Lösung finden, gemeinsam mit der Stadt. Es ist wichtig, dass wir einfach einen gemeinsamen Nenner finden, um die Zeit zu überstehen. Wir möchten uns der Sache nicht in den Weg stellen und müssen ja auch gewissermaßen mit der Situation umgehen. Und alles andere wird sich zeigen, was die Stadt Bamberg jetzt für uns auch vorbereitet hat.“
Die grundsätzliche Entscheidung für den Tiefensammler stehe laut Oberbürgermeister Andreas Starke aber nicht zur Debatte. Am Projekt selbst werde festgehalten. Der Tiefensammler sei zwingend erforderlich, um die gesetzlichen Vorgaben zum Gewässer- und Hochwasserschutz einzuhalten. Ende März sollen noch offene Fragen in einer Sitzung des Stadtrats beantwortet werden.
Währenddessen warnen „Bambergs Unabhängige Bürger“ in einer aktuellen Pressemitteilung beim vor einem Kommunikationsdesaster. Zwar sei der Bau für den Gewässer- und Hochwasserschutz notwendig, viele Bürger fühlten sich aber schlecht informiert. Kritik gibt es vor allem daran, dass offene Fragen erst nach der Kommunalwahl im Stadtrat geklärt werden sollen. Die BuB fordert deshalb mehr Transparenz und eine frühzeitige Einbindung der Betroffenen – darunter Anwohner und Gewerbetreibende.