Industrieroboter

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Kuka

23. Dezember 2025 , 08:47 Uhr

Trotz Hoffnung auf KI-Zukunft: Kuka muss in Augsburg sparen. Nun hat das Unternehmen sich mit dem Betriebsrat geeinigt, wie das gehen soll.

Der Roboterhersteller Kuka will auf betriebsbedingte Kündigungen am Stammsitz in Augsburg verzichten – dafür müssen Mitarbeiter Einschnitte hinnehmen. Darauf einigte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit dem Betriebsrat. 

«Einzelne tarifliche Gehaltserhöhungen sowie Sonderzahlungen» sollen verschoben oder ausgesetzt werden, teilte Kuka mit. Dafür soll es bis Juli 2029 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. So sollen dann auch nötige Investitionen möglich werden. 

Einschnitte für die Beschäftigten

«Uns ist bewusst, dass die Einschnitte für die Beschäftigten durch die Verschiebung und den Wegfall tariflicher Leistungen spürbar sind», sagte Carola Leitmeir, die die Verhandlungen für den KUKA Betriebsrat geleitet hat. «Dennoch ist diese Vereinbarung ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Augsburg. Es ist uns damit gelungen, den Personalabbau zu begrenzen.»

Im November hatte das Unternehmen mitgeteilt, mehr Jobs abzubauen als geplant und insgesamt 560 statt 400 Vollzeitstellen streichen zu wollen. 

Ein Unternehmenssprecher begründete den Schritt damals mit einer weiterhin verschärften Marktlage im Bereich der Industrieroboter. In diesem Jahr fehlten Kuka neue Aufträge im Wert von mehr als 100 Millionen Euro. Kuka ist zu einem großen Teil von Bestellungen aus der Automobilindustrie abhängig. Insgesamt hat Kuka etwa 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Augsburg.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

08.01.2026 Chinas Exportkontrollen setzen Bayerns Industrie unter Druck An schlechten Nachrichten für Bayerns Industrie mangelt es seit Jahren nicht. Chinas Wirtschaftspolitik wirkt sich laut der Metall- und Elektrounternehmen gleich doppelt negativ aus. 19.12.2025 Diesel-Skandal: Urteil gegen Ex-Audi-Chef ist rechtskräftig 2023 verurteilte das Landgericht München den früheren Audi-Chef Stadler und zwei weitere Angeklagte zu hohen Bewährungs- und Geldstrafen. Nun hat der Bundesgerichtshof über die Revision entschieden. 18.12.2025 Söder: Verbrenner-Pläne sind Scheinlösung und Katastrophe Erst sei er optimistisch gewesen - bis er das Kleingedruckte gelesen habe. Nun fordert Markus Söder dringend weitere Korrekturen am Verbrenner-Aus. Und das mit deutlichen Worten und einer Warnung. 17.12.2025 Bayerns wichtigste Industrie fürchtet weitere Schrumpfung Das Einzige, was in Bayerns wichtigster Industriebranche nach langjähriger Dauerkrise noch wächst, ist der Pessimismus. Den heimischen Standorten drohen neue Kürzungen.