Kein Rückhalt aus München: Kultusministerium ist gegen ein weiteres Gymnasium im Landkreis Bamberg

18. März 2026 , 08:33 Uhr

Das Bayerische Kultusministerium befürwortet kein weiteres Gymnasium in Hirschaid. Das geht aus einem Schreiben vom 9. März an die Vorsitzenden des Zweckverbandes Gymnasium in Stadt und Landkreis Bamberg, Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke hervor.

Der Zweckverband Gymnasien hatte am 28. November 2024 den einstimmigen Beschluss gefasst, den Antrag auf Neugründung eines weiteren Gymnasiums zu stellen. Dieses sollte in Hirschaid gebaut werden. Der Antrag selbst wurde vom Zweckverband im Juli 2025 eingereicht. Grundlage für diesen Antrag war ein Gutachten zu Schülerzahlen an den Bamberger Gymnasien aus dem Sommer 2024. Diese sollen laut der Prognose von 5.600 im Jahr 2024 auf fast 7.000 im Jahr 2031 steigen.

 

Für ein weiteres Gymnasium müssen folgende drei Voraussetzungen erfüllt sein:

Das Schülerpotenzial muss dauerhaft einen mindestens dreizügigen Betrieb gewährleisten.

Die steigende Zahl der Schüler kann nicht an einer bestehenden Einrichtung unterrichtet werden.

Bestehende Gymnasien werden nicht in ihrem Bestand gefährdet.

 

Der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Oberfranken und das Kultusministerium haben im Zuge der Prüfung des Antrages auf Neugründung eines Gymnasiums in Hirschaid die Schülerzahlen neu bewertet. Demnach fielen die Übertrittsquoten für die Schuljahre 2024/25 und 2025/26 niedriger aus als im Gutachten des Zweckverbandes vom Sommer 2024 vorhergesagt. Infolgedessen errechneten Ministerialbeauftragter und Kultusministerium für die Folgejahre geringere Schülerzahlen. Dies und eine ab 2031 wieder sinkende Schülerzahl lassen laut dem Schreiben des Kultusministeriums „nicht den Schluss zu, dass für die Gründung eines Gymnasiums dauerhaft ein mindestens dreizügiger Betrieb gewährleistet ist.“

Das Kultusministerium sieht ferner durch ein siebtes Gymnasium des Zweckverbandes für Gymnasium in Stadt und Landkreis Bamberg das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt gefährdet. Zudem hat laut Ministerium ein Forchheimer Gymnasium Aufnahmekapazität.

Landrat Johann Kalb und Oberbürgermeister Andreas Starke bedauern diese Entscheidung. „Wir haben mit unserem Antrag ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung unserer Schullandschaft abgegeben. Unser Ziel war es, die bestmöglichen Voraussetzungen für die Bildung der Kinder im Bamberger Land zu schaffen.“ Kalb und Starke werden in der nächsten Sitzung des Zweckverbands Gymnasium die Teilnehmenden über Einzelheiten informieren und die weitere Vorgehensweise beraten.

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