Bündnisverteidigung

Kampftruppenbataillone der Brigade Litauen unterstellt

29. Januar 2026 , 17:15 Uhr

Feierlicher Appell in Veitshöchheim: Zwei deutsche Kampftruppenbataillone bereiten sich auf den Umzug nach Litauen vor. Bis 2027 soll der ganze Verband im Baltikum stehen.

Der für den verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke aufgebauten Panzerbrigade 45 «Litauen» sind die ersten Kampftruppenbataillone unterstellt worden. Der Schritt wurde mit einem feierlichen Appell im unterfränkischen Veitshöchheim vollzogen, wie die Bundeswehr mitteilte.

Das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach und das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf bleiben zunächst noch in Deutschland und sollen ganz nach Litauen verlegt werden, wenn der baltische Staat die Infrastruktur dafür gebaut hat.

Bis 2027 soll die Panzerbrigade 45 von aktuell rund 500 Männern und Frauen auf rund 5.000 Soldaten sowie zivile Mitarbeiter aufwachsen. Sie untersteht der 10. Panzerdivision mit Sitz des Stabes in Veitshöchheim.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte am Montag in Berlin gesagt, er erwarte schnelle Fortschritte bei der Stationierung der Panzerbrigade. «Sie wird in den kommenden Monaten in großen Schritten aufwachsen», sagte der SPD-Politiker beim Antrittsbesuch des neuen litauischen Verteidigungsministers Robertas Kaunas in Berlin.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

07.01.2026 Litauens Präsident setzt auf deutsche Brigade ab 2027 Ab Ende 2027 sollen in Litauen fast 5.000 Bundeswehr-Soldaten die Ost-Flanke schützen. Für Präsident Nauseda ist das gesetzt, trotz neuer Aussagen des Kanzlers zur militärischen Hilfe in der Ukraine. 29.01.2026 Nato-Manöver und Trump – «Auf Arbeitsebene merkt man nichts» Die Nato probt die Truppenverlegung im großen Stil für den Konfliktfall. Von Spanien aus werden Schiffe Richtung Deutschland auf den Weg geschickt. Die USA sind nicht dabei – als Thema aber schon. 28.01.2026 Fallschirmjäger-Skandal soll bis Ostern aufgearbeitet sein Nach kriminellen Vorfällen bei der Luftlandetruppe setzt der Heeresinspekteur ein Maßnahmenpaket in Kraft. Die Aufarbeitung des Skandals geht derweil voran. 25.01.2026 Trump brüskiert Nato-Partner mit Äußerungen zu Afghanistan Für seine neueste Provokation erntet US-Präsident Donald Trump harsche Reaktionen. Zumindest mit Blick auf ein betroffenes Land ist er nun zurückgerudert.