Fake-Beerdigung

Italienerin täuscht Tod der Tochter mit KI-Bildern vor

14. Mai 2026 , 08:58 Uhr

Mit KI-generierten Bildern hat eine Frau eine ehemalige Arbeitskollegin um Geld gebracht. Die erfundene Geschichte rund um den Tod einer Tochter flog erst durch Hinweise von Angehörigen auf.

Eine Frau aus Norditalien hat mit einer frei erfundenen Geschichte über den Tod ihrer schwangeren Tochter eine frühere Arbeitskollegin um Geld betrogen. Wie italienische Medien unter Berufung auf die Carabinieri berichteten, schickte die 53 Jahre alte Verdächtige ihrer Bekannten sogar angebliche Fotos der Beerdigung – erstellt mit Künstlicher Intelligenz.

Die Frau hatte ihrer Ex-Kollegin, mit der sie früher in einem Hotel in Südtirol gearbeitet hatte, erzählt, ihre schwangere Tochter sei schwer erkrankt, in einer Spezialklinik in der Schweiz behandelt worden und schließlich gestorben. Um die Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, verschickte sie auch Bilder von Neugeborenen und behauptete, es handele sich um ihr Enkelkind.

Später folgten auch KI-generierte Bilder der angeblichen Trauerfeier. Die frühere Kollegin überwies mehrfach Geld für angebliche Krankenhaus- und Behandlungskosten. Erst nachdem Angehörige des Opfers Verdacht geschöpft hatten, wurde Anzeige erstattet. Die Verdächtige stammt den Berichten zufolge aus der Region Venetien, die Ex-Kollegin demnach aus Gröden in Südtirol.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.05.2026 Italienische Polizei zerschlägt Streaming-Piraterie-Ring Kryptozahlungen, geheime Apps und 300 Millionen Euro Schaden: Die italienische Polizei greift bei Streaming-Piraten mit Durchsuchungen und Beschlagnahmungen durch. 06.05.2026 Meloni wehrt sich mit KI-Bild gegen Deepfakes Im Kampf gegen gefälschte Bilder von ihr im Internet setzt Italiens Premierministerin Giorgia Meloni auf Humor. Sie teilt ein KI-Bild von sich im Negligé - und verbindet das mit einem Appell. 25.05.2026 Totes Kind in Bretagne gefunden - 16-Jähriger festgenommen Ein schockierender Fund in Rennes: Ein lebloser 12 Jahre alter Junge wird im Uferbereich eines Flusses entdeckt. Die Behörden haben einen Verdacht gegen einen anderen Minderjährigen. 24.05.2026 Häftlinge greifen bei Hamburg drei Gefängnismitarbeiter an Die Gefangenen sollen zwei Bedienstete der Hamburger Einrichtung verletzt haben. Ein Schlüssel sei entwendet worden. Was bislang bekannt ist.