Raumfahrt

Isar Aerospace nennt Datum für nächsten Raketenstart

16. Januar 2026 , 13:36 Uhr

Einen europäischen Zugang für Satelliten ins All will das deutsche Start-up Isar Aerospace bereitstellen. Doch können seine Raketen das überhaupt? Ein weiterer Start soll das unter Beweis stellen.

Der deutsche Raketenhersteller Isar Aerospace will am Mittwoch, 21. Januar, wieder eine Rakete vom norwegischen Raumhafen Andøya starten lassen. Das Startfenster öffne sich um 21.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit – vorbehaltlich geeigneter Wetterbedingungen, teilte das Unternehmen aus dem oberbayerischen Ottobrunn mit. Diesmal soll die Rakete erstmals Nutzlast transportieren – in Form von fünf Kleinsatelliten und einem Experiment.

Unternehmenschef Daniel Metzler bezeichnete den geplanten Start als «nächsten Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für Europa». Mit dem ersten Start in Norwegen habe man bewiesen, «dass Trägerraketen in Europa entwickelt, gebaut und gestartet werden können». Jetzt sei eine schnelle Weiterentwicklung «entscheidend, um Kapazitäten genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden».

Erster Flug dauerte nur 30 Sekunden 

Das Start-up hatte im vergangenen Jahr bekanntgegeben, Aufträge von EU und europäischer Raumfahrtagentur ESA für zwei Missionen für ein niederländisches und ein französisches Unternehmen erhalten zu haben – und Starts für dieses Jahr angekündigt. Das vor den Toren Münchens ansässige Raketen-Start-up sieht damit den Weg für zukünftige institutionelle Starts an Bord der Trägerrakete «Spectrum» geebnet.

Der erste Testflug der Rakete Ende März 2025 hatte lediglich 30 Sekunden gedauert, bevor die Rakete abstürzte. Dann sei der Flug abgebrochen worden und die Rakete kontrolliert ins Meer gefallen, teilte das Unternehmen mit. Die zwei geplanten Starts im europäischen Auftrag sind jedoch keine Tests, sondern kommerzielle Flüge mit Nutzlast. Der niederländische Kunde Isispace ist ein Satellitenhersteller, das französische Unternehmen Infinite Orbits hat ein ferngesteuertes Wartungssystem für andere Satelliten entwickelt.

Quelle: dpa

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