Preise

Inflation in Bayern fällt auf 1,7 Prozent

07. Januar 2026 , 09:24 Uhr

Das ist der niedrigste Wert seit fast fünf Jahren. Unter anderem bremste die Preisentwicklung bei Lebensmitteln.

Die Inflation in Bayern ist auf den niedrigsten Wert seit fast fünf Jahren gefallen. Laut vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik lag sie im Dezember bei 1,7 Prozent. Zuletzt hatte sie im Februar 2021 tiefer gelegen, bevor sie deutlich anzog und 2022 zwischenzeitlich 9,2 Prozent erreichte. Bundesweit lag sie im Dezember bei 1,8 Prozent. 

Zur deutlich niedrigeren Inflationsrate – im Vormonat waren es in Bayern noch 2,2 Prozent – trug unter anderem bei, dass sich Lebensmittel im Vergleich zum November leicht verbilligten. Auf Jahressicht verteuerten sie sich damit nur noch um 0,7 Prozent und damit deutlich langsamer als die Gesamtinflation. Hier machte sich unter anderem bemerkbar, dass einzelne Produkte wie Olivenöl und andere Speiseöle oder Fette, sowie Quark um ein Viertel bis ein Fünftel billiger waren als vor einem Jahr. 

Butter um ein Drittel billiger

Besonders auffällig war die Entwicklung bei Butter, die nach einer Phase sehr hoher Preise im Dezember teilweise wieder für weniger als einen Euro pro halbem Pfund zu haben war. Im Dezember war sie damit 33,9 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. 

Gemüse verbilligte sich um 1,5 Prozent. Fleisch und Fleischwaren waren dagegen um 4,5 Prozent teurer, Obst um 2,5 Prozent.

Energie war auf Jahressicht um 2 Prozent günstiger. Bei Heizöl waren es 3,1 Prozent, bei Strom 3,3 Prozent und bei Erdgas sogar 5,1 Prozent weniger. Deutlich nach oben gingen dagegen die Preise für Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe, die 20,5 Prozent höher lagen als ein Jahr zuvor.

Überdurchschnittlich stark stiegen zudem die Preise für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen, die um 3,3 Prozent zulegten, die Preise im Bildungswesen mit einem Plus von 9,5 Prozent sowie die Preise im Bereich Verkehr mit 2,8 Prozent, Gesundheit mit 2,4 Prozent und für alkoholische Getränke und Tabakwaren mit 2,1 Prozent.

Quelle: dpa

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