Arbeiten im Grünen bedeuten nicht nur frische Luft: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt weist darauf hin, dass Beschäftigte in Landwirtschaft, Gartenbau oder Forst in der Region Bamberg-Forchheim ein erhöhtes Risiko für Parkinson haben können, wenn sie über Jahre mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten.
Das sogenannte Parkinson-Syndrom durch Pestizide ist als Berufskrankheit anerkannt – Voraussetzung ist jedoch der Nachweis von mindestens 100 Arbeitstagen im Umgang mit entsprechenden Mitteln wie Fungiziden, Insektiziden oder Herbiziden.
Betroffene können dann Leistungen der Berufsgenossenschaft erhalten, von medizinischer Behandlung bis zu finanzieller Unterstützung.
Nach Angaben der Gewerkschaft betrifft das nicht nur klassische Landwirtschaftsarbeiten, sondern auch Floristik oder Bauarbeiten, etwa bei Sanierungen mit schimmelhemmenden Baustoffen.
Die IG BAU fordert zudem mehr Aufklärung bei Ärzten und Krankenkassen, damit mögliche Berufserkrankungen schneller erkannt und gemeldet werden. Betroffene können sich bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) informieren – dort gibt es auch eine spezielle Parkinson-Hotline.