Wanderung wird zur Nervenprobe

Hubschrauber holt verängstigte Familie von steilem Bergpfad

07. September 2026 , 18:36 Uhr

Manche Steige in den Alpen erfordern starke Nerven. Ausgesetzte Tiefe unter den Füßen kann auch Erwachsene in Panik versetzen - und es folgt die gefürchtete «Blockade».

Ein Rettungshubschrauber hat am Hochstaufen bei Bad Reichenhall eine 43 Jahre alte Mutter und ihre Kinder vom Berg geholt, die sich weder vor noch zurück trauten. Alle drei waren unverletzt, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Die Frau wollte demnach mit den zehn und elf Jahre alten Kindern den Steig über die «Steinernen Jäger» zum Reichenhaller Haus gehen, einer Berghütte des Alpenvereins. Nicht mehr allzu weit vom Ziel entfernt, saßen die drei auf etwa 1.650 Meter Meereshöhe fest. 

Der Hubschrauber setzte zwei Retter der Bergwacht ab, die Mutter und Kinder sicherten. An der Seilwinde des Helikopters hängend, wurden sie so ins Tal geflogen. Der Hochstaufen ist ein bekanntes Ziel in den Berchtesgadener Alpen, bekannt für steile Pfade und Kletterrouten. Die Reichenhaller Stadtverwaltung bewirbt den Steig als anspruchsvolle Bergtour, die «etwas Kraxelei» erfordert. Laut BRK waren die drei «blockiert» – die übliche Umschreibung für Wanderer und Bergsteiger, die so in Angst geraten, dass sie nicht mehr weitergehen können.

Quelle: dpa

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