Helm-Eklat um Ukrainer

Heraskewytsch glaubt noch an Olympia-Teilnahme: «Unser Ziel»

13. Februar 2026 , 00:32 Uhr

Wladislaw Heraskewytsch kämpft vor dem Sportgericht um seine Olympia-Chance – obwohl schon zwei Läufe des Skeleton-Wettbewerbs durch sind. Was passiert, wenn der Ukrainer doch starten darf?

Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch hofft nach seinem Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof Cas gegen den Ausschluss von den olympischen Wettbewerben noch auf einen Start in Italien. «Das ist unser Ziel», sagte Heraskewytsch bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend in Mailand. Nach den Angaben des Ukrainers findet die Anhörung vor dem Cas heute um 9.00 Uhr statt.

Die ersten beiden Läufe im Skeleton-Wettbewerb wurden bereits absolviert – ohne Heraskewytsch, der in seinen fünf bestrittenen Trainingsläufen immer unter den Top-Sechs landete. Heute Abend ab 19.30 Uhr ist die Medaillenentscheidung mit den Läufen drei und vier geplant.

Würde Heraskewytsch vier Läufe an einem Tag bestreiten?

«Für mich es ist jetzt natürlich schwer, nachzuvollziehen, wie wir das umsetzen können», antwortete Heraskewytsch auf die Frage, wie er denn doch noch in den Wettbewerb einsteigen könne. Vielleicht müsse man die ersten beiden Läufe annullieren oder er selbst müsse mehrere Läufe an einem Tag bestreiten, sagte der 27-Jährige. «Aber definitiv ist es eine Frage, die geklärt werden muss, und wir werden alle Aspekte noch einmal überprüfen.»

Heraskewytsch wollte trotz eines Verbots und mehrfacher Warnungen des Internationalen Olympischen Komitees nicht auf das Tragen seines Helmes mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen in der olympischen Entscheidung verzichten. Daraufhin war er kurz vor Beginn des ersten Durchgangs in Cortina d’Ampezzo ausgeschlossen worden. Anschließend legte er Einspruch beim Cas ein. Der Protest richtete sich gegen die Entscheidung der Jury des zuständigen Weltverbands IBSF, hatte die Ad-hoc-Kommission des Cas mitgeteilt.

Heraskewytsch: Keine Regeln verletzt

Der 27-Jährige verlange die Aufhebung der Entscheidung und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Alternativ müsse ihm ein vorläufiger Start unter Überwachung des Cas ermöglicht werden, bis ein Urteil vorliegt. Das IOC und der zuständige Weltverband wiederum stützten sich beim Ausschluss auf die Richtlinien der Olympischen Charta, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele politische Botschaften während eines laufenden Wettbewerbs untersagt.

«Ich bin überzeugt, dass wir keine Regeln verletzt haben. Ich glaube auch, dass wir diese Aufmerksamkeit in all diesen Tagen hatten und haben, weil die Menschen verstehen, dass wir auf der richtigen Seite stehen und keine Regeln gebrochen haben», sagte Heraskewytsch.

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

12.02.2026 Olympia-Eskalation: Ukrainer nach Helm-Streit ausgeschlossen Skeletonpilot Wladislaw Heraskewytsch darf wegen eines Helms mit Bildern getöteter Sportler nicht bei Olympia starten. Das IOC bleibt hart. Der Ukrainer zieht vor die Sportrichter. 11.02.2026 Helm-Streit bei Olympia: Ukrainer riskiert Ausschluss Wladislaw Heraskewytsch will bei den Winterspielen weiter mit seinem besonderen Kopfschutz antreten. Nach dem Training gibt er Einblick in seine Gefühlswelt. Nimmt das IOC den Ukrainer aus dem Rennen? 10.02.2026 Ukrainischer Skeleton-Pilot will mit verbotenem Helm starten Mit einem besonderen Helm will ein Skeleton-Pilot aus der Ukraine bei Olympia an den Krieg in seiner Heimat erinnern. Das IOC sieht darin einen Regelverstoß. Der Sportler will das nicht hinnehmen. 12.02.2026 Eilverfahren nach Ausschluss: Ukrainer legt Einspruch ein Jetzt muss das olympische Sportgericht entscheiden. Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch hat offiziell Protest gegen seinen Ausschluss bei den Winterspielen eingelegt.