Alpiner Weltcup

Nächster Dämpfer: Straßer scheidet bei Adelboden-Slalom aus

11. Januar 2026 , 14:41 Uhr

In gut einem Monat steht der olympische Slalom an. Dann will eigentlich auch Linus Straßer um Edelmetall mitfahren. Derzeit aber läuft es nicht bei ihm, wie sich auch in Adelboden zeigt.

Der deutsche Slalom-Fahrer Linus Straßer kommt auch einen Monat vor den Olympischen Spielen weiter nicht in Schwung. Das Ski-Ass aus München schied im zweiten Durchgang des Torlaufs von Adelboden aus und erlebte die nächste Enttäuschung seines sehr mauen Winters. Straßer hat in der Saison nur einen Top-Ten-Platz vorzuweisen. Bis zu den Winterspielen stehen in seiner Spezialdisziplin nur noch die Rennen in Wengen, Kitzbühel und Schladming an, um die Form zu finden für den Höhepunkt in Norditalien.

Vor den wie jeden Winter frenetisch feiernden Fans im Berner Oberland raste Paco Rassat in einem spannenden Wettkampf zum Sieg. Der Franzose verwies den Norweger Atle Lie McGrath und dessen nach dem ersten Lauf führenden Landsmann Henrik Kristoffersen auf die Ränge zwei und drei.

Neureuther zu Straßer: «Passt noch nicht»

In den vergangenen sechs Jahren war auch Straßer am Chuenisbärgli stets um Siege und Podestplätze mitgefahren. Doch ausgerechnet in dieser Olympia-Saison und nach einem Ausrüster-Wechsel im Sommer klappt es nicht bei ihm.

«Es passt noch nicht dieses Puzzle zusammen. Das hat viel mit dem Kopf zu tun», analysierte Ex-Teamkollege Felix Neureuther als ARD-Experte. Straßer hatte den ersten Lauf gut begonnen, dann aber gepatzt und nur Rang 16 belegt. Im zweiten Durchgang schied er dann schon im oberen Streckenteil aus.

Die deutschen Skirennfahrer reisen mit nur einem Lichtblick aus Adelboden ab. Am Samstag war Fabian Gratz im Riesenslalom dank einer Aufholjagd Neunter geworden und hatte seine gute Form in dieser Saison bestätigt. Beim Sieg von Lokalmatador Marco Odermatt wurde zudem Anton Grammel 22., Ex-Parallel-Weltmeister Alexander Schmid schied im Finale aus.

Vonn-Triumph und Renn-Absage in Österreich

Den Frauen wurde derweil der heftige Wintereinbruch in Österreich zum Verhängnis. Wegen des über Nacht gefallenen Neuschnees in Altenmarkt-Zauchensee musste der Super-G am Sonntag abgesagt werden. Die Veranstalter konnten die Sicherheit der Fahrerinnen nicht garantieren.

Am Samstag hatte US-Star Lindsey Vonn einmal mehr überragt und bei der Abfahrt ihren 84. Weltcupsieg gefeiert. Die 41-Jährige setzte sich vor der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie und Teamkollegin Jacqueline Wiles durch. Vonn, die in dieser Saison in sechs Rennen fünfmal auf das Podest fuhr, untermauerte ihre Favoritenrolle für die Olympia-Abfahrt im Februar in Cortina d’Ampezzo.

Österreicherin mit schwerer Knieverletzung

Deutschlands Olympia-Hoffnung Emma Aicher belegte einen guten sechsten Platz, Kira Weidle-Winkelmann wurde Zwölfte. Die österreichische Lokalmatadorin Magdalena Egger stürzte heftig und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Sie erlitt eine schwere Knieverletzung und fällt monatelang aus.

Quelle: dpa

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