Teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind über den Süden und den Osten Bayerns hinweggezogen. In München setzte das Unwetter am Montag gegen 20.00 Uhr ein – mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich Straßen und Wege zu Bächen. Die bis dato noch immer hochsommerlichen Temperaturen von 26 Grad und mehr stürzten um mehrere Grade nach unten.
Auf den Regenradaren tauchten zeitgleich auch an vielen anderen Orten in Bayern teils dunkelrot gefärbte Gewitterzellen auf – insbesondere im Raum Rosenheim, Passau sowie Regensburg. Die Gewitter zogen von Österreich kommend nach Norden und Nordosten über den Freistaat hinweg.
Im Norden des Freistaates war die Lage dagegen zunächst noch deutlich ruhiger. Nur ganz punktuell gab es Gewitter und Regen, etwa in den Landkreisen Cham und Schwandorf in der Oberpfalz sowie an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern.
Am Flughafen München zog das Gewitter seitlich vorbei, wie ein Sprecher der dpa sagte. Deshalb sei kein Abfertigungsstopp nötig gewesen. Es habe dennoch Verspätungen und Ausfälle gegeben, weil die Deutsche Flugsicherung wegen der Unwetter in vielen Regionen das Programm heruntergefahren habe, zudem hätten Airlines auch Flüge gestrichen.
Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage hatte sich die Wetterlage in Bayern bereits am frühen Montagabend vielerorts sehr wechselhaft präsentiert. Kurzzeitig gab es vom Deutschen Wetterdienst für Südbayern gar eine Warnung vor «extremem» Unwettern in Südbayern – diese wurde aber in eine normale Warnung geändert.
Gleichwohl krachte, blitzte und donnerte es am Alpenrand und vor allem im Raum Rosenheim und Salzburg bis nach Niederbayern teils heftig. So mancher, der auf kühlendes Nass gehofft hatte, wurde aber auch enttäuscht: So schnell wie so manche dunkle Wolke gekommen war, war sie dann auch wieder verschwunden.
Auch in den kommenden Tagen soll es wechselhaft und gewittrig in Bayern bleiben – allerdings steigen die Temperaturen den Prognosen zufolge nicht mehr so stark an wie bisher.
Quelle: dpa