Allergien

Hatschi! - Hasel- und Erlenpollen fliegen bereits in Bayern

18. Februar 2026 , 04:30 Uhr

Die Erkältungszeit ist noch nicht vorbei, doch Schnupfen kann jetzt auch eine andere Ursache haben: Pollen. Was Allergikerinnen und Allergiker wissen müssen.

Hasel- und Erlenpollen machen den Allergikerinnen und Allergikern in Bayern bereits zu schaffen. Der Grund dafür seien recht milde Temperaturen im Februar, teilte das Gesundheitsministerium in München mit. Rund 1,4 Millionen Menschen im Freistaat leiden demnach unter Heuschnupfen, also reagieren auf bestimmte Pollen etwa mit juckenden Augen, triefender Nase oder Niesen. 

Betroffene finden aktuelle Messwerte zum Pollenflug in Bayern beim elektronischen Polleninformationsnetzwerk (ePIN), das alle drei Stunden neue Daten zur Verfügung stellt. An acht Standorten wird die Pollenkonzentration allergieauslösender Pflanzen automatisch erfasst. Dafür saugt das Gerät Luft an und trägt die Pollen auf einen Probenträger. Eine hochauflösende Kamera macht zahlreiche Bilder, die eine spezielle Bilderkennungssoftware analysiert. 

Was tun bei Heuschnupfen?

Demnach wurden Hasel- und Erlenpollen in diesem Jahr schon an allen acht Messstandorten erkannt. Zum Wochenstart zeigte sich etwa in München, Altötting und Marktheidenfeld zwischenzeitlich eine hohe bis sehr hohe Belastung. 

«Wenn es zu akuten Beschwerden kommt, sollten Betroffene in Absprache mit den Ärztinnen und Ärzten möglichst rasch passende Medikamente einnehmen, um die Symptome zu lindern», erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Fachleute raten, eine mögliche Allergie unbedingt abklären zu lassen, denn unbehandelt könne diese zu Asthma führen. 

Hilfreich für Allergikerinnen und Allergiker ist demnach das Pollentagebuch in der kostenlosen ePIN-App. Darin können sie ihre Symptome dokumentieren und mit den Messungen des Pollenflugs vergleichen. Das kann helfen, die Allergie besser zu verstehen und sein Verhalten und die Medikamente entsprechend anzupassen. 

Mehr Heuschnupfen wegen Klimaerwärmung?

Aber müssen sich Betroffene angesichts der Klimaerwärmung darauf gefasst machen, mehr zu leiden? Das elektronische Pollenmonitoring in Bayern gibt es seit 2019. Damit ist die Zeitspanne laut dem Gesundheitsministerium zu kurz für eine Aussage darüber, ob sich die Pollensaison ausgeweitet oder verschoben hat. 

Neben dem automatischen System gibt es in Bayern seit vielen Jahren Pollenfallen zur Entdeckung neuer Pflanzenarten, die geschultes Personal mit dem Mikroskop im Labor auswertet. Diese Messdaten wiesen laut dem Ministerium darauf hin, dass die Menge etwa der Hasel- und Erlenpollen in der Saison zugenommen habe. 

Außerdem hätten Studien gezeigt, dass der Pollenflug der Hasel tendenziell früher beginne, heißt es vom Ministerium. Allgemein könne man sagen, dass die Pflanzen bei höheren Temperaturen früher zu blühen beginnen. Dadurch könne sich die Pollensaison verlängern.

Quelle: dpa

 

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