Kriminalität

Handys ins Gefängnis geschleust - Prozess gegen JVA-Beamten

12. August 2026 , 14:01 Uhr

Ein Mitarbeiter einer Justizvollzugsanstalt soll für einen Häftling verbotenerweise Gegenstände mitgebracht haben. Der Beamte steht nun vor Gericht.

Gegen Geld soll ein Justizvollzugsbeamter für einen Häftling unter anderem Handys in die JVA in Landsberg am Lech geschleust haben. Vor dem Amtsgericht der oberbayerischen Stadt hat den Angaben nach der Prozess gegen den 45 Jahre alten Beamten begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechlichkeit in drei Fällen vor.

Der Anklage zufolge vereinbarte der Beamte mit dem Insassen sowie einer Person außerhalb der JVA, Mobiltelefone und andere Gegenstände in die JVA Landsberg zu bringen. Ziel war der Verkauf durch den Häftling an Mitgefangene.

1.150 Euro für den Transport

Zwischen Herbst 2024 und Januar 2025 soll die dritte Person dem Beamten dreimal jeweils ein Päckchen sowie Geld als Lohn für den Transport – insgesamt 1.150 Euro – übergeben haben. Im Gefängnis soll der Beamte die Päckchen dem Insassen überreicht haben.

Das erste Päckchen habe vier Mobiltelefone, das zweite Päckchen mindestens drei Mobiltelefone und das dritte Päckchen Tabak, Alkohol und Körperpflegeprodukte enthalten, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Der Besitz von Mobiltelefonen ist Strafgefangenen verboten. Die Gestattung von Telekommunikation erfolgt demnach im Rahmen einer Einzelfallprüfung.

Quelle: dpa

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