Fernsehpreise landen bei Günther Jauch kaum im Regal, sondern eher in der Garage oder im Keller. Der Verdienstorden des Landes Brandenburg wird dieses Schicksal aber wohl nicht teilen, wie der TV-Moderator nach der Verleihung in Potsdam verriet. Jauch erhielt den Orden für sein Engagement zur Sanierung historischer Bauwerke in Potsdam.
«Der Orden hat einen unschätzbaren Vorteil, vor allen Dingen im Vergleich zu Fernsehpreisen», sagte Jauch der Deutschen Presse-Agentur. Viele TV-Trophäen seien «besonders schwer, besonders unförmig und auch zuweilen von der Ästhetik her relativ umstritten». Da könne man sich schlecht vorstellen, dass man die sich in ein Regal stelle, sagte der Moderator: «Die landen im Allgemeinen bei mir in der Garage oder im Keller.»
Der Verdienstorden Brandenburgs müsse das «Dunkel des Kellers» dagegen nicht fürchten, sagte der in Potsdam lebende Quiz-Moderator («Wer wird Millionär»): Die Auszeichnung sei «sehr, wie soll ich sagen, preußisch zurückhaltend gehalten».
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) überreichte Jauch die höchste Auszeichnung des Landes in der Potsdamer Staatskanzlei. Jauch unterstützt seit Jahren entsprechende Projekte mit Großspenden, vor allem in den berühmten Schloss- und Gartenanlagen der Landeshauptstadt.
Über die Ehrung freute sich Jauch nach eigenen Worten sehr – auch mit Blick auf die anderen Ausgezeichneten. «Vor allen Dingen waren da Menschen mit dabei, die den Orden bekommen haben, wo man sich schon sehr freuen kann, dass man in deren Gesellschaft ausgezeichnet worden ist.»
Zu den weiteren Geehrten gehörten unter anderen der Holocaust-Überlebende Richard Fagot, die frühere Bahn-Vorständin Daniela Gerd tom Markotten und zahlreiche sozial engagierte Menschen.
Jauch ist seit Jahrzehnten Potsdamer. Er habe noch nie so lange an einem Ort gewohnt wie in Potsdam, sagte der 69-Jährige. «Das ist jetzt dann doch schon gute 30 Jahre lang, und da können alle anderen Orte nicht mithalten.» Jauch ist in Münster geboren. An der Saar in Rheinland-Pfalz besitzt er ein Weingut.
Quelle: dpa