Rohrbrüche, Wasserverluste und Versorgungsprobleme sollen in Ebrach im Landkreis Bamberg künftig der Vergangenheit angehören. Der Markt modernisiert seit mehreren Jahren Schritt für Schritt seine komplette Wasserversorgung – es ist eines der größten Infrastrukturprojekte im Landkreis.
Viele Leitungen und technische Anlagen stammten noch aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Entsprechend hoch war zuletzt der Sanierungsbedarf. Ziel ist es, die Versorgung langfristig zu sichern und technisch auf den neuesten Stand zu bringen.
Ein wichtiger Meilenstein ist inzwischen erreicht: Der neue Hochbehälter sowie das Überhebepumpwerk im Weiherseetal sind in Betrieb. Außerdem wurden bereits rund 14 Kilometer Leitungsnetz erneuert. Damit ist nach Angaben der Gemeinde etwa die Hälfte des gesamten Systems modernisiert.
Beim „Ebracher Wassertag“ hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die neuen Anlagen besichtigt. Gegenüber Radio Bamberg betonte er, dass vielerorts veraltete Leitungs- und Pumpsysteme dringend erneuert werden müssten. In Ebrach werde praktisch ein komplett neues Wassersystem geschaffen – für das wichtigste Lebensmittel überhaupt.
Auch Bürgermeister Daniel Vinzens zieht eine positive Zwischenbilanz. Rund 50 Prozent der Leitungen seien inzwischen neu. Weitere Maßnahmen seien geplant, müssten aber sorgfältig getaktet werden – vor allem mit Blick auf Förderzusagen und die finanzielle Belastung der Bürger. Die Modernisierung solle sozialverträglich umgesetzt werden.
Insgesamt investiert der Markt Ebrach rund zwölf Millionen Euro in die Sanierung. Der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von etwa 2,6 Millionen Euro. In den kommenden Jahren sollen weitere Abschnitte folgen, damit die Wasserversorgung in Ebrach langfristig stabil und zukunftssicher aufgestellt ist.