Großeinsatz für die Bamberger Feuerwehr in Gaustadt

04. Mai 2026 , 15:27 Uhr

Gegen 12 Uhr 30 wurden die Einsatzkräfte gestern zu einer Rauchentwicklung im Michaelsberger Wald gerufen. Der Brandherd konnte durch die Einsatzkräfte schnell lokalisiert werden. Aufgrund der Fläche, auf der sich das Feuer ausgebreitet hatte, zwischen 2000 bis 3000 Quadratmetern in unwegsamem Gelände, waren die Löscharbeiten sehr aufwendig, so die Feuerwehr auf Radio Bamberg Nachfrage. Inklusive Nachlöscharbeiten dauerte der Einsatz bis kurz nach 20 Uhr. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

 

Hier der offizielle Einsatzbericht der Feuerwehr Bamberg: 

Zur Mittagszeit wurde die Feuerwehr Bamberg zu einer gemeldeten Rauchentwicklung im Freien alarmiert. Aufgrund zunächst unterschiedlicher Angaben mehrerer Anrufer deuteten die ersten Notrufe auf ein Ereignis im Bereich der Altenburg Bamberg hin.

Mit zunehmender Anzahl weiterer Notrufe bei der Leitstelle konkretisierte sich die Lage jedoch schnell: Das Brandereignis befand sich im Bereich des Michaelsberger Waldes in Gaustadt. Zur gemeinsamen Lagebesprechung und Koordinierung der Einsatzkräfte wurde daher der Parkplatz des Freibades Gaustadt als Bereitstellungsraum angefahren.

Von dort aus wurden mehrere Fahrzeuge zur Erkundung in und um das weitläufige Waldgebiet entsandt. Parallel wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, um sich aus erhöhter Position einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Durch diese Maßnahmen konnte das Brandereignis im Waldrand nahe der Waldwiese Gaustadt zügig lokalisiert werden.

Unmittelbar nach der Erkundung und Verlegung der Einsatzfahrzeuge dorthin, wurde mit einem koordinierten Löschangriff begonnen. Hierzu verlegten die Einsatzkräfte mehrere Schlauchleitungen tief in das unwegsame Gelände und nahmen erste Strahlrohre zur Brandbekämpfung vor. Das Feuer hatte sich bereits in der Fläche ausgebreitet und fraß sich durch trockenes Unterholz sowie die oberste Humusschicht, wodurch eine intensive und kräftezehrende Bekämpfung notwendig wurde. Parallel dazu wurde eine lange Schlauchstrecke zur Löschwasserversorgung der Fahrzeuge aufgebaut.

Zur Unterstützung der Lageeinschätzung aus der Luft wurden zusätzlich Luftbeobachter angefordert. Zeitgleich richtete die Einsatzleitung eine Führungsunterstützungseinheit ein und gliederte den Einsatz in zwei Einsatzabschnitte. In beiden Abschnitten wurden neben langen Schlauchstrecken auch ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet, um eine kontinuierliche Wasserversorgung sicherzustellen. So konnten mehrere Rohre gleichzeitig vorgenommen werden, um eine rasche Eindämmung der Flammen zu erreichen.

Trotz hoher Temperaturen und schwieriger Bedingungen im Gelände gelang es den Einsatzkräften, das Feuer nach intensiver Brandbekämpfung unter Kontrolle zu bringen und schließlich abzulöschen. In enger Abstimmung mit dem zuständigen Förster wurde das betroffene Waldgebiet im Anschluss großflächig gewässert, um ein Wiederaufflammen durch tiefsitzende Glutnester zu verhindern.

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufwendig. Mittels Wärmebildkameras wurden versteckte Glutnester aufgespürt, der Waldboden mit Schaufeln geöffnet und gezielt mit Wasser abgelöscht. Anschließend konnte der Rückbau nahezu aller Leitungen vorgenommen werden. Zur Sicherheit und für die Brandnachschau verblieb zunächst eine Löschleitung im betroffenen Bereich.

Eine am Abend durchgeführte Brandnachschau ergab keine weiteren Auffälligkeiten, sodass auch die letzten Schlauchleitungen zurückgebaut werden konnten. Der Einsatz endete somit nach rund acht Stunden gegen 20:15 Uhr.

Insgesamt waren mehrere tausend Quadratmeter Waldfläche betroffen. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei zur Klärung der Brandursache sowie der Rettungsdienst vor Ort.

Ein besonderer Dank gilt den aufmerksamen Passanten, die die Einsatzkräfte anfänglich mit Getränken versorgten.

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