Der geplante Großbatteriespeicher bei Hohenhäusling in der Gemeinde Stadelhofen stößt bei Teilen der Bevölkerung auf Widerstand. Auf rund 3,2 Hektar soll eine Anlage mit bis zu 250 Megawatt Leistung entstehen. Anwohner befürchten unter anderem Lärm und Brandgefahr und haben Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. Einer von ihnen ist der Anwohner Artur Gunzelmann. Er sagt gegenüber Radio Bamberg:
„Also mir geht es um den Standort. So nah an einem dörflich geprägten Wohngebiet darf kein Industrieprojekt in diesem Ausmaß gebaut werden. Das Leben hier im Ort muss lebenswert bleiben und auch in Zukunft eine Heimat für unsere Kinder und Enkelkinder bieten.“
Gunzelmann befürchtet außerdem deutliche Auswirkungen auf das Ortsbild:
„Das bisher eher dörflich geprägte Landschaftsbild wird massiv verändert durch eine bedrohlich große und auf eine Zeit von 20 bis 30 Jahren nicht veränderbare Industrielandschaft. Der Zusammenhalt im Ort ist gefährdet, es gibt Leute, die sind dafür, andere dagegen, aus welchen Gründen auch immer. Außerdem ist mit einer nicht unerheblichen Wertminderung der Immobilien zu rechnen.“
Die Gemeinde Stadelhofen sieht das Projekt hingegen vor allem als wirtschaftliche Chance, etwa durch mögliche Gewerbesteuereinnahmen. Wie hoch diese ausfallen könnten, ist noch offen. Eine Baugenehmigung gibt es bislang nicht. Die von den Bürgern gesammelten Unterschriften für das Bürgerbegehren werden derzeit von der Gemeinde geprüft. Ende Juli hatte der Gemeinderat die nächsten Planungsschritte beschlossen.
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