Turnier in Augusta

Golf-Star McIlroy büßt klare Masters-Führung ein

12. April 2026 , 07:05 Uhr

Titelverteidiger Rory McIlroy zeigt in Augusta ungeahnte Schwächen und verspielt seine Rekord-Führung. In den Schlusstag geht er gleichauf mit einem Kontrahenten.

Rory McIlroy hat am dritten Tag beim Masters in Augusta seinen klaren Vorsprung verspielt und geht gleichauf mit Cameron Young als Führender in den Schlusstag. Dem Golf-Star aus Nordirland gelang auf dem traditionsreichen Kurs im US-Bundesstaat Georgia nach seinen überragenden ersten beiden Tagen nur eine 73er-Runde. 

Young und Scheffler holen acht Schläge auf

Mit elf Schlägen unter Par liegt er nun gleichauf mit dem US-Amerikaner Young und nur noch einen Schlag vor dessen Landsmann Sam Burns. Dahinter reiht sich das Feld auf, nachdem McIlroy nach der Halbzeit noch mit sechs Schlägen Vorsprung geführt hatte. 

«Viele Jungs haben morgen eine Chance», sagte McIlroy, «ich weiß, dass ich besser spielen muss, wenn ich gewinnen will. Heute lief es nicht so richtig.»

Neben Young spielte an Tag drei beim Masters auch der Weltranglistenerste Scottie Scheffler eine überragende 65er-Runde und liegt nun auf Platz sieben nur noch vier Schläge zurück. Dem viertplatzierten Iren Shane Lowry gelang als erstem Golfer der Geschichte sein zweites Hole-in-one beim Masters.

Titelverteidigung von McIlroy wäre historisch

Der Titelverteidiger zeigte ungeahnte Schwächen, landete in den Bäumen und im Wasser. Der 36-Jährige startete direkt mit einem Bogey, also einem Schlag über Par, und hatte dann vor allem an Loch elf große Probleme, an dem ihm der Ausflug ins Wasser und ein Doppelbogey unterlief.

Spätestens da war die größte Führung nach Tag zwei in der Masters-Historie dahin. Nach Loch 13 waren Young und Burns mit McIlroy gleichauf. Und der Kampf um das grüne Jackett war wieder völlig offen.

Bislang gelang eine Titelverteidigung lediglich Jack Nicklaus (1965/66), Nick Faldo (1989/90) und Tiger Woods (2001/02). McIlroy könnte aus dem Titelverteidiger-Trio am Sonntag ein Quartett machen. 

Nachdem sich Ex-Champion Bernhard Langer im vergangenen Jahr aus Altersgründen verabschiedet hatte, war kein Deutscher dabei. Auch Tiger Woods war nach seinem jüngsten Autounfall nicht am Start.

Quelle: dpa

 

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