Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland bröckelt. Eine neue Studie der Aktion Mensch zeigt: Menschen mit Behinderung fühlen sich seltener zugehörig und nehmen deutlich mehr gesellschaftliche Spaltung als Menschen ohne Behinderung wahr.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland bröckelt. Eine neue Studie der Aktion Mensch zeigt: Menschen mit Behinderung fühlen sich seltener zugehörig und nehmen deutlich mehr gesellschaftliche Spaltung als Menschen ohne Behinderung wahr.
Zugehörigkeit beginnt oft im Kleinen: in der Nachbarschaft, im Job, in der Schule oder im Freundeskreis. Doch genau dort fühlen sich Menschen mit Behinderung, laut einer aktuellen Studie der Aktion Mensch, deutlich seltener eingebunden als Menschen ohne Behinderung. Christina Marx von der Aktion Mensch fasst zusammen: “Wer wissen will, wie es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht, muss auf diejenigen schauen, die strukturell benachteiligt werden und damit marginalisiert sind. Inklusion ist kein Nischenthema, sondern zentral für eine stabile Demokratie. Wo Menschen sich nicht zugehörig fühlen, gerät der Zusammenhalt insgesamt unter Druck.”
Bis zu 89 Prozent der Befragten sagen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet sei, die Gesellschaft auseinanderdriftet und Ungleichheit ein zentrales Thema darstelle. Christina Marx macht deutlich: “Wenn eine große Bevölkerungsgruppe so deutlich mehr Spaltung wahrnimmt, ist das kein individuelles Empfinden, sondern ein klares Warnsignal an uns alle.”
Zwar befürworten 91 Prozent der Menschen mit Behinderung die Demokratie. Aber nur 29 Prozent sind zufrieden damit, wie sie im Alltag funktioniert. Deshalb fordert die Aktion Mensch bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes verbindliche Regeln für Inklusion und Barrierefreiheit. Christina Marx unterstreicht: “Eine stabile Demokratie braucht echte Teilhabe für alle. Deshalb muss Inklusion als zentrale Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt verpflichtend in allen politischen Entscheidungen verankert werden. Wir brauchen konkrete Ziele für mehr Zugehörigkeit: in Nachbarschaften, im Arbeitsleben und vor allem in der politischen Umsetzung.”
Mit einem Los der Aktion Mensch kann jede und jeder Projekte für mehr Inklusion unterstützen und sich gleichzeitig eine Gewinnchance sichern.
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