Gesundheit

Gerlach ruft zur Krebsvorsorge auf

03. Februar 2026 , 08:15 Uhr

Krebs kann viel Leid verursachen und tödlich enden. Je früher er entdeckt und behandelt wird, desto besser stehen allerdings die Chancen. Bayerns Gesundheitsministerin hat deshalb ein Anliegen.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat anlässlich des Weltkrebstages an diesem Mittwoch zur Krebsvorsorge aufgerufen. «Krebserkrankungen sind weiterhin die zweithäufigste Todesursache in Deutschland», schilderte Gerlach. Allein in Bayern seien im Jahr 2024 mehr als 33.000 Menschen an Krebs gestorben, rund 65.000 Männer und Frauen im Freistaat erhielten Jahr für Jahr die Diagnose Krebs. «Diese Zahlen machen deutlich, wie zentral Vorsorge und Früherkennung sind.»

«Bei einer rechtzeitigen Diagnose ist die Prognose heute in vielen Fällen günstiger denn je», betonte die auch für Prävention zuständige Ministerin. «Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen können ganz konkret Leben retten. Sie tragen dazu bei, dass Erkrankungen gar nicht erst entstehen oder so früh entdeckt werden, dass die Heilungschancen deutlich steigen.»

Kassen übernehmen mehrere Screenings

Die Menschen in Bayern sollten deshalb die Angebote zur Krebsfrüherkennung konsequent wahrnehmen, forderte Gerlach. Die Untersuchungen etwa auf Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs oder Prostatakrebs werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die häufigsten Krebsarten sind laut Gerlach bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

21.01.2026 Gericht rügt Regierungs-Auskünfte während der Corona-Krise Im März 2021 dominierte Corona das Leben in Bayern. Fast fünf Jahre stellte der Verfassungsgerichtshof fest, dass das Gesundheitsministerium in der Kommunikation im Landtag Fehler gemacht hat. 15.01.2026 Krankenkasse: Mehr Menschen mit Demenz im Krankenhaus Die Gesellschaft wird älter, mehr Menschen bekommen die Diagnose Demenz. Das wirkt sich einem Bericht nach auch auf Krankenhäuser aus. 13.01.2026 Weniger Organspender und Spenderorgane in Bayern Eine Organspende kann Leben retten. Weltweit stehen jedoch zu wenig Spenderorgane zur Verfügung. Nun hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation Bilanz gezogen - auch zur Situation in Bayern. 08.01.2026 Covid-Arznei illegal verkauft: Haftstrafe für Apothekerin Eine Apothekerin und ein Helfer sollen große Mengen des Corona-Medikaments Paxlovid ohne Rezepte gewinnbringend verkauft haben. Die Konsequenzen sind hart, vor allem für die Apothekerin.