Bei einer Demonstration im Zusammenhang mit den bundesweiten Gen-Z-Protesten ist es am Samstagnachmittag auch in Nürnberg wiederholt zu gewalttätigen Störungen gekommen. Die Polizei musste mehrfach eingreifen. Insgesamt stellten die Einsatzkräfte bei mehr als 200 Personen die Identität fest. Das teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit.
Die größte Demonstration begann am Kornmarkt. In der Spitze nahmen rund 2.000 Menschen teil. Während des Aufzugs in Richtung Plärrer warfen einzelne Teilnehmer an verschiedenen Stellen Flaschen, Steine und Böller in Richtung der Einsatzkräfte. Bei einem Böllerwurf in der Allersberger Straße wurde ein Demonstrationsteilnehmer verletzt und vom Rettungsdienst behandelt.
Nach der Rückkehr zum Kornmarkt zog eine größere Gruppe offenbar gewaltbereiter Personen weiter in Richtung Jakobsplatz. Die Polizei stoppte die Gruppe in der Färberstraße, um ein unkontrolliertes Vordringen in die Fußgängerzone zu verhindern. Dabei kam unmittelbarer Zwang zum Einsatz. Der Versammlungsleiter erklärte die Demonstration daraufhin für beendet.
Im weiteren Verlauf setzte die Polizei rund 60 Personen im Bereich der Brunnengasse vorläufig fest. In der Pfannenschmiedsgasse kam es erneut zu Flaschenwürfen auf Einsatzkräfte. Dort wurden rund 40 weitere Personen festgesetzt. Bei Durchsuchungen stellten die Beamten zudem Schutzbewaffnung sicher. Mehrere Personen kamen im Laufe des Abends in Polizeigewahrsam.
Auch bei weiteren kleineren Gruppen stellte die Polizei die Personalien fest, unter anderem wegen Böllerwürfen. Zudem kam es im Stadtgebiet zu Sachbeschädigungen. In der Landgrabenstraße wurde mutmaßlich durch einen Flaschenwurf eine Schaufensterscheibe beschädigt. Unbekannte beschmierten außerdem mehrere Straßenbahnhaltestellen.
Die Polizei prüft die strafbaren Handlungen und leitet gegebenenfalls weitere Ermittlungsverfahren ein.