Eishockey-Star Leon Draisaitl hat das deutsche Duell mit Tim Stützle in der NHL nach einer spektakulären Aufholjagd für sich entschieden. Der Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen war an allen Toren seiner Edmonton Oilers beim 5:4 nach Verlängerung gegen die Ottawa Senators beteiligt. Durch den Sieg hielt Edmonton seinen hauchdünnen Vorsprung im engen Rennen um die Playoff-Plätze in der nordamerikanischen Liga, während die Senators zurückfielen.
Draisaitl, der erstmals seit mehr als drei Jahren wieder fünf Scorerpunkte verbuchte, erzielte die ersten beiden Tore der Oilers selbst und hielt sein Team damit im ersten Drittel im Spiel. Es ging mit 2:2 in den zweiten Abschnitt, wo die Gäste die Tür zum Auswärtssieg mit zwei weiteren Treffern zum 4:2 weit aufstießen. Stützle war daran mit zwei Vorlagen maßgeblich beteiligt.
Doch Edmonton steckte nicht auf und kam dank Vorbereiter Draisaitl zunächst zum Anschluss und anderthalb Minuten vor dem regulären Ende zum erneuten Ausgleich. «Wir brauchten nur noch zwei Plays, und am Ende hat das geklappt für uns», sagte Draisaitl. Er warnte aber auch: «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht so oft in solche Situationen geraten. Du kannst nicht immer hinterherlaufen, wenn Du ins letzte Drittel gehst. Das ist kein Erfolgsrezept.»
In der Verlängerung leistete sich Senators-Kapitän und US-Olympiasieger Brady Tkachuk ein Halten und wurde dafür mit einer Zeitstrafe belegt. Die folgende Überzahl nutzten die Hausherren und schnappten sich durch einen Schlagschuss von Evan Bouchard doch noch den Sieg. Auch bei diesem Treffer war zuvor der gebürtige Kölner Draisaitl an der Scheibe.
Quelle: dpa