Der erste Tag der Erlangener Bergkirchweih war friedlich – aber nicht ohne Ausreißer. Wie die Polizei aktuell berichtet, kamen tausende gut gelaunte Besucher. Einige hatten allerdings zu tief ins Glas geschaut: Sieben Jugendliche mussten vom Rettungsdienst betreut werden. Zwei Frauen prügelten sich wegen eines Sitzplatzes – eine Ohrfeige inklusive. Ein 20-Jähriger schlug grundlos auf einen Familienvater ein – das bedeutete: Klinik statt Feierabendbier. Auch in der Innenstadt flogen die Fäuste und ein Kopfstoß sorgte für eine Platzwunde. Die Polizei musste mehrfach eingreifen und fünf betrunkene Autofahrer stoppen.
Hier der ausführliche Bericht der Erlanger Polizei:
Die Polizeiinspektion Erlangen-Stadt zieht eine positive Bilanz zum ersten Bergtag. Gut gelaunte Besucherinnen und Besucher sorgten für eine insgesamt friedliche Stimmung. Wenige hatten jedoch zu viel Alkohol intus und gerieten aneinander.
Bereits in den Nachmittagsstunden sammelte sich eine Vielzahl junger Leute, um im Rahmen des traditionellen „Kastenlaufs“ zu den Freizeitflächen an der Wöhrmühle und am Bürgermeistersteg zu ziehen.
Die Stimmung war gut, ausgelassen und sehr friedlich. Sieben junge Erwachsene übertrieben es mit dem Alkoholkonsum und bedurften der Hilfe der Rettungsdienste. Insgesamt verlief der „Kastenlauf“ aus polizeilicher Sicht ohne weitere besondere Vorkommnisse.
Das Berggelände war in den späten Abendstunden stark besucht. Insgesamt kam es zu zwei Körperverletzungsdelikten auf dem Kirchweihgelände. Auch hier spielte Alkohol eine Rolle.
Zwei Besucherinnen stritten sich zunächst um eine Sitzgelegenheit bei den Kellern. Die verbale Auseinandersetzung mündete letztendlich in einem handfesten Streit. Eine 50-jährige aus Nürnberg hat mit der flachen Hand in das Gesicht ihrer 21-jährigen Kontrahentin aus dem Landkreis Fürth geschlagen.
Zwischen zwei Besuchergruppen am Berggelände kam es zunächst wohl aufgrund von Nichtigkeiten zu einem verbalen Schlagabtausch. Plötzlich und ohne ersichtlichen Grund begann ein 20-jähriger Mann aus der einen Gruppe wild mit Fäusten um sich zu schlagen. Hierbei wurde ein 37-Jähriger von einem Faustschlag des Aggressors am linken Auge und im Bereich des Kiefers getroffen und musste in der Klinik behandelt werden.
Alle Streithähne / Hennen wurden von der Polizei des Berggeländes verwiesen.
In der Goethestraße gerieten zwei alkoholisierte Männer im Alter von 24 und 41 Jahren auf dem Weg zur Bergkirchweih aneinander, wobei der Ältere seinen jüngeren Kontrahenten mit der Faust ins Gesicht schlug. Dadurch erlitt dieser eine Augenverletzung, die vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden musste.
Gegen 21:00 Uhr kam es in der Fußgängerzone im Bereich der Hauptstraße zu einer weiteren verbalen Auseinandersetzung, in deren Verlauf ein 40-jähriger einem 27-jährigen mit einem Kopfstoß derart an der Stirn verletzte, dass dieser eine Platzwunde erlitt. Nach ambulanter Versorgung durch den Rettungsdienst war eine weitere Behandlung im Uniklinikum erforderlich. Auch hier war der Tatverdächtige erheblich alkoholisiert.
Darüber hinaus wurden schon am ersten Tag fünf betrunkene Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen, die mit PKW, Fahrrad und E-Scootern unterwegs waren. Traurige Spitzenreiterin war hier eine Fahrradfahrerin mit einem Promillegehalt von 2,46.