Forchheimer Apotheker wegen Handels mit Covid-Arznei angeklagt

18. September 2025 , 11:28 Uhr

Wegen des Verdachts es unerlaubten Handels mit dem Corona-Medikament Paxlovid sind acht Menschen angeklagt worden. Zwei der Angeschuldigten sitzen in Untersuchungshaft, wie die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg mitteilte.

Bei den Angeschuldigten handelt es sich um Apotheker aus Forchheim, München, Nürnberg und Regensburg sowie Mitarbeiter in Apotheken und einen Zwischenhändler. Sie sollen 2022 und 2023 das Medikament Paxlovid bestellt haben, um es anschließend «außerhalb des vorgegebenen Verteilungsmechanismus» auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Dadurch soll ein Schaden von insgesamt rund drei Millionen Euro entstanden sein. Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Paxlovid wurde im Januar 2022 in Deutschland neu zugelassen. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte es der Bund zentral und in großen Mengen beschafft. Nach einer ärztlichen Verordnung sollten es Patienten in der Apotheke kostenlos bekommen. Nach Angaben der Zentralstelle erhielten der Großhandel und die Apotheken eine Aufwandsentschädigung aus Bundesmitteln dafür, über die gesetzlichen Krankenkasse wurde nicht abgerechnet.

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