Jetzt also doch: Die Stadt Forchheim bringt den Ausstieg aus dem gemeinsamen Klinikum mit dem Landkreis auf den Weg.
Im Finanzausschuss fiel jetzt im Rahmen der Haushaltsberatungen 2026 eine richtungsweisende Entscheidung. Noch in diesem Jahr könnte der Schritt umgesetzt werden. Hintergrund ist die dramatische Finanzlage der Stadt: hohe Schulden, eingebrochene Gewerbesteuereinnahmen und eine millionenschwere Rückzahlung haben Forchheim in eine schwere Krise gestürzt.
Wie die Nordbayerischen Nachrichten berichten, geht es um konkret rund 7,5 Millionen Euro Verlust, die die Stadt für das Klinikum tragen müsste – Geld, das laut Kämmerei schlicht nicht mehr vorhanden ist. Bisher teilen sich Stadt und Landkreis die Kosten je zur Hälfte.
Geplant ist deshalb, die städtischen Anteile vollständig an den Landkreis zu übertragen. Das soll laut Verwaltung einvernehmlich passieren. Die rechtlichen Schritte dafür laufen bereits, die Umsetzung könnte innerhalb weniger Monate erfolgen.
Im Stadtrat spricht man parteiübergreifend von einer der schwierigsten Entscheidungen der vergangenen Jahre. Der Tenor: schweren Herzens, aber wohl ohne Alternative – sonst droht der Stadt die Handlungsunfähigkeit.
Die endgültige Entscheidung soll der neue Stadtrat nach seiner konstituierenden Sitzung im Mai treffen.