In Forchheim sind gleich mehrere wichtige Projekte einen Schritt weiter. Sowohl die Sanierung des Königsbads als auch die Weiterentwicklung des Kellerwalds und neue Maßnahmen im Sanierungsgebiet Spitalgarten wurden in den zuständigen Ausschüssen beraten.
Trotz angespannter Haushaltslage soll das Königsbad saniert werden. Der Sanierungsausschuss hat sich mit den Plänen befasst. Neben der Erneuerung der technischen Infrastruktur gibt es auch Überlegungen für kleinere Verbesserungen bei der Ausstattung. Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz sagt:
„Die Sanierung bedeutet natürlich, dass alle Leitungen, die defekt sind, erneuert werden müssen. Da muss der Estrich entfernt werden, die Leitungen müssen erneuert werden, dazu müssen die Umkleidekabinen entfernt werden, Duschen und so weiter. Und kleine Varianten eines Plus könnte Farbgestaltung sein, könnte gerade im Kleinkinderbereich eine kleine Trockenspielanlage sein, sowas ist dann vorstellbar.“
Über die Sanierung muss nun der Stadtrat entscheiden. Die Arbeiten sollen in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Das Königsbad soll währenddessen möglichst geöffnet bleiben.
Auch der Forchheimer Kellerwald soll fit für die Zukunft gemacht werden. Der Planungs- und Umweltausschuss hat sich für einen Küchenanbau am sogenannten Musterkeller am Rappen-Keller ausgesprochen. Geprüft wurden drei Varianten. Hebendanz erklärt:
„Es gab eine reine Container-Imbiss-Variante nenne ich es mal, dann gab es eine Variante mit einer kleinen Küche, die auch nur für einen Keller darstellbar und nutzbar wäre, und eine Variante 3 mit einer Doppelküche, das heißt, dass man im Sommer zwei Keller um die 500 Sitzplätze damit bestücken kann und im Winter dann diesen einen Keller, der auch im Winter geöffnet sein kann, dann mit warmer Küche versorgen kann.“
Der Ausschuss entschied sich für die Doppelküche. Sie ist Teil der Musterkellerstudie, mit der der Kellerwald langfristig als Wahrzeichen der Stadt erhalten werden soll. Nun können Fördermittel beantragt und die Planungen konkretisiert werden. Dazu sagt Hebendanz:
„Jetzt werden eben diese Fördermaßnahmen geprüft und eingereicht. Wenn das dann alles für gut befunden wurde, dann kommen wir natürlich zurück, wissen, wie hoch die Fördersumme und der Förderrahmen für die Stadt Forchheim, für diesen Musterkeller dann sein wird, wie hoch sich dann auch tatsächlich die Kosten bestehen werden und kommen damit dann in den Ausschuss. Und dann muss wieder beschlossen werden, ob wir diesen Weg dann weitergehen und realisieren wollen und können.“
Außerdem hat der Planungs- und Umweltausschuss das Sanierungsgebiet Spitalgarten einstimmig beschlossen. Damit schafft die Stadt die rechtliche Grundlage für mehrere Projekte in den kommenden 15 Jahren. Geplant sind unter anderem die Sanierung einer Brücke, Verbesserungen der Barrierefreiheit und die Aufwertung einer Grünanlage. Hebendanz erklärt:
„Da ist einmal eine Brücke, die saniert werden muss, einmal eine Parkfläche, die nicht dementsprechend ausgestattet ist, momentan keine Barrierefreiheit zu unserer Bücherei stattfindet und eine wunderschöne Grünfläche vorhanden ist, die aber keine Zuwegungen oder so gut wie keine Zuwegungen momentan hat und das sind partielle Bausteine, die quasi in dieses Sanierungsgebiet jetzt fallen.“