Niedersachsen

Flucht in Peine - Fahnder suchen nach Mörder

18. Juni 2026 , 08:07 Uhr

Einem Straftäter ist in Niedersachsen nach Jahren in Haft die Flucht gelungen. Trotz Begleitung konnte der Mann während eines Freigangs auf einem Motorrad davonfahren. Wann gelingt der Zugriff?

Fahnder des Landeskriminalamtes Niedersachsen suchen weiter nach einem geflohenen Mörder. Bisher ohne Erfolg, wie ein LKA-Sprecher am Morgen sagte. Der 42-Jährige war am Dienstagnachmittag während eines begleiteten Freigangs in Peine geflohen. 

Am Mittwoch informierten die Behörden über die Öffentlichkeitsfahndung nach dem möglicherweise gefährlichen Mann. Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der Straftäter während seines Freigangs gemeinsam mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter besucht.

Flucht beim 38. Freigang 

Während des Besuchs nutzte der Mann einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit einem Motorrad zu fliehen. Nach Ministeriumsangaben war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 Ausgänge seien beanstandungslos verlaufen.

Nach einer ersten erfolglosen Suche startete das LKA die Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des etwa 192 Zentimeter großen und etwa 130 Kilogramm schweren Straftäters. Demnach trug der 42-Jährige bei seiner Flucht eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit Schriftaufdruck «Metallica», eine schwarze Cargohose und schwarze Schuhe. 

42-Jähriger wegen Mordes verurteilt 

Der Geflohene mit kurzen Haaren und Bart verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Landgericht Hildesheim stellte die besondere Schwere der Schuld fest, wie das Ministerium mitteilte. Der Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft ist demnach seit Oktober 2010 in Haft. 

Wer den Geflohenen sieht, soll sich ihm nicht nähern, sondern über den Notruf die Polizei verständigen. Nach LKA-Angaben ist möglich, dass sich der Gesuchte bevorzugt in den Städten Peine und Kassel aufhält. Die Fahnder betonen aber ausdrücklich, dass für die beiden Städte keine konkrete Gefahrenlage bestehe.

Quelle: dpa

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