Waldbrand

Feuerwehreinsatz am Saurüsselkopf endet nach einem Monat

03. Juni 2026 , 13:41 Uhr

Nach wochenlangem Einsatz beim Waldbrand am Saurüsselkopf rücken die Feuerwehren ab. Warum das Betretungsverbot trotzdem bleibt – und was den Rückbau zur Herausforderung macht.

Einen Monat nach dem Ausbruch des Waldbrandes am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Bergen im Landkreis Traunstein endet dort der Feuerwehreinsatz. In den nächsten Tagen solle die umfangreiche Löschinfrastruktur am Berg zurückgebaut werden, teilte die Gemeinde Ruhpolding mit.

Grundlage für die Entscheidung sei die anhaltend stabile Lage. Bei mehreren Kontrollflügen mit Wärmebildkameras seien keine Glutnester mehr festgestellt worden. Auch Bodenkontrollen verliefen ohne Befund. Die jüngsten Niederschläge hätten die Situation zusätzlich entspannt.

Großeinsatz zum Abbau von Schläuchen und Pumpen

Mehr als 100 Einsatzkräfte sollen beim Abbau von Schläuchen, Pumpen und weiterem Material helfen. Ein Teil der Ausrüstung wird mit Hubschraubern aus schwer zugänglichem Gelände ausgeflogen. 

Die Löschinfrastruktur war bewusst über die eigentlichen Löscharbeiten hinaus vor Ort belassen worden, um bei einem möglichen Wiederaufflammen von Glutnestern jederzeit schnell reagieren zu können. 

Mit voraussichtlichem Abschluss der Arbeiten am 6. Juni endet der Feuerwehreinsatz offiziell. Die Verantwortung für die betroffenen Flächen geht dann wieder vollständig auf die Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer über.

Gefahr im Wald nicht ganz gebannt

Das Betretungsverbot für das Gebiet bleibt zunächst bestehen. Die betreffende Allgemeinverfügung solle aber zum 9. Juni angepasst und der Sperrbereich verkleinert werden. Eine vollständige Aufhebung sei wegen anhaltender Gefahren durch Steinschlag sowie umstürzende Bäume und Äste noch nicht möglich.

Der Waldbrand war Anfang Mai ausgebrochen. Zuvor herrschte extreme Trockenheit. Hunderte Kräfte kämpften teilweise gegen die Flammen in dem unwegsamen Gelände; Hubschrauber löschten aus der Luft. Die genaue Brandursache ist weiter unklar.

Quelle: dpa

 

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