Familiennachzug abgelehnt - Iraner will auf Situation aufmerksam machen

27. August 2025 , 17:47 Uhr

Seit Montag protestiert ein 45-jähriger Iraner vor der Ausländerbehörde des Landratsamtes in Bamberg. Azad Ataei will damit auf seine persönliche Situation und die vieler anderer Migranten aufmerksam machen. Er hat in Deutschland einen Aufenthaltstitel und darf seine Frau und seine 17-jährige Tochter nicht nachholen, trotz guter Integration, wie er sagt:

„Ich bin seit 2018 hier in Deutschland. Dann habe ich schon zum ersten Mal den Deutschkurs besucht. Nach dem Deutschkurs habe ich schon eine Ausbildung gemacht und danach habe ich schon einen Arbeitsplatz gefunden – mittlerweile mit unbefristetem Vertrag. Jetzt habe ich 5 Jahre als Pflegehilfe im Klinikum gearbeitet.“

Die Entscheidung über den Antrag für den Familiennachzug liegt allerdings nicht beim Landratsamt Bamberg, sondern bei der deutschen Botschaft in Teheran. Diese lehnte den Familiennachzug ab. Der Iraner möchte gegen diese Entscheidung Klage einreichen, ein möglicher Familiennachzug wäre erst ab 2029 wieder möglich. Bis Freitag will er seine Sitzblockade fortsetzen, im September ist dann eine größere Protestaktion in Bamberg geplant.

 

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