Alles auf Anfang! Ab heute wird vor dem Landgericht Bamberg erneut das Verschwinden der 33-jährigen Katina K. verhandelt. Der Angeklagte Josef H. aus Bammersdorf bei Forchheim soll die Bulgarin im August 2024 getötet haben. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der 75-Jährige war im vergangenen Oktober wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Im Mai hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf und verwies den Fall zur erneuten Verhandlung an eine andere Strafkammer. Gerichtssprecher Kaspar Hansen:
„Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beweiswürdigung den hohen Anforderungen in Fallkonstellationen, in denen den Täter ein Tötungsdelikt trotz Unauffindbarkeit der Leiche zulasst gelegt wird, nicht gerecht worden sei. Neue Verhandlung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Verfahren praktisch komplett neu aufgerollt werden muss.“
Dafür sind 36 Verhandlungstage angesetzt. Gerichtssprecher Kaspar Hansen:
„Der Angeklagte wurde am 17.10.2025 durch die zweite Strafkammer des Landgerichts Bamberg wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren verurteilt. Das Urteil wurde mit Beschluss des Bundesgerichtshofs mit den Feststellungen aufgehoben und zur neuen Verhandlung und Entscheidung an eine andere als Schwurgericht zuständige Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.“
Die Begründung: Das Gericht habe nicht ausreichend belegt, dass der Angeklagte die Frau getötet hat, obwohl ihre Leiche bis heute nicht gefunden wurde.