Legendäre Hardrock-Band

Ex-Scorpions-Bassist Francis Buchholz gestorben

23. Januar 2026 , 16:09 Uhr

Francis Buchholz prägte mit seinem Bass die erfolgreichsten Jahre der Scorpions. Doch die Zusammenarbeit endete alles andere als rosig.

Der ehemalige Bassist der legendären Hardrock-Band Scorpions ist gestorben. «Eine entsprechende Nachricht seiner Tochter hat uns erreicht», sagte Scorpions-Sprecher Peter Lanz. Die international erfolgreiche Band aus Hannover hatte sich 1992 nach einem Streit von Buchholz getrennt.

Buchholz starb am Donnerstag an Krebs, wie es in einem Beitrag auf seinem Facebook-Profil heißt, der von seiner Familie unterzeichnet ist. Er habe die Welt friedlich und umgeben von Liebe verlassen. «Unsere Herzen sind gebrochen. Während seines Kampfes gegen den Krebs blieben wir an seiner Seite und stellten uns jeder Herausforderung als Familie – genau so, wie er es uns beigebracht hat», hieß es in dem Beitrag auf Englisch.

Während erfolgreichster Zeit Teil der Band

Das letzte Scorpions-Album, an dem Buchholz mitwirkte, war die 1990 veröffentlichte Platte «Crazy World», die zu den kommerziell erfolgreichsten der Band zählt. Auf dem Album ist der von Sänger Klaus Meine geschriebene Song «Wind of Change», der zu einer Art Soundtrack zum Ende des Kalten Krieges wurde. 

Buchholz erstes Album mit den Scorpions war das 1974 erschienene «Fly to the Rainbow». Er spielte bis 1992 für die Band und war auch während der legendären Welttournee von 1984 mit den Scorpions unterwegs. Auftritte gab es unter anderem im New Yorker Madison Square Garden und in Los Angeles. Auch Klassiker wie «Rock You Like a Hurricane» und «Still Loving You» fielen in diese Zeit, die als die erfolgreichste der Gruppe gilt. Später arbeitete Buchholz unter anderem mit Michael Schenker für «Temple of Rock» zusammen. Michael Schenker ist der jüngere Bruder von Scorpions-Gründer Rudolf Schenker.

Zusammenarbeit endete vor Gericht

Die Zeit bei den Scorpions endete für Buchholz im Streit und letztlich auch vor Gericht. Die Rockband hatte sich 1992 nach Auseinandersetzungen um die Geschäftsführung der Gruppe von Buchholz getrennt. Verschiedene Gerichte bis zum Bundesgerichtshof befassten sich damit. Letztlich wurde geurteilt, dass der Rauswurf des Bassisten rechtens war. Bei dem Streit durch die Instanzen ging es um neun Millionen Mark aus den Einnahmen der mit Hits gespickten Scorpions-Platten. 

Die Scorpions wurden 1965 von Gitarrist Rudolf Schenker in der Nähe von Hannover gegründet und werden in einem Atemzug mit legendären US-Stars wie Van Halen, Aerosmith oder AC/DC genannt. Millionen Fans vor allem in Südamerika, Russland und überall in Europa verehren die Band.

Quelle: dpa

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