Ernteeinbußen nach Trockensommer

14. August 2026 , 05:29 Uhr

Hitze und Trockenheit machen den Landwirten in der Region in diesem Jahr zu schaffen – das zeigt sich auch bei der Ernte. Torsten Gunselmann vom Bayerischen Bauernverband für Bamberg und Forchheim zieht eine gemischte Bilanz. Wintergerste hat vielerorts ordentliche Erträge gebracht, bei Winterweizen und Raps lagen sie dagegen unter dem Durchschnitt. Hafer und anderes Sommergetreide haben besonders unter der Trockenheit im Frühjahr gelitten. Gunselmann sagt außerdem:

„Große Sorgen bereiten uns vor allem der Mais, der für viele Rinderhalter und für viele Biogasanlagenbetreiber die Grundlage der Futterversorgung in diesen Betrieben bildet. Auf trockenen Standorten ist der Mais teilweise nur halb so hoch wie üblich und hat mickrige oder gar keine Kolben angesetzt. Und auch bei Kartoffeln und Zuckerrüben drohen kleine Erntemengen, verbunden mit massiven Qualitätseinbußen.“

Leere Regale müssten wir deshalb aber nicht befürchten, so Gunselmann weiter. Bei regionalen Produkten wie Kartoffeln oder Gemüse könnte es wegen geringerer Mengen und schlechterer Qualität allerdings zu höheren Preisen kommen.

Der Deutsche Bauernverband rechnet aufgrund der anhaltenden Trockenheit in diesem Jahr bundesweit mit erheblichen Ernteeinbußen bis hin zum Totalausfall.

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