Ein Jahr nach dem Überfall auf das Luxus-Anwesen der Reality-TV-Familie Geiss in Saint-Tropez macht die französische Justiz Fortschritte bei der Aufklärung des Falls. Die Ermittlungen kämen sehr gut voran, teilte die stellvertretende Staatsanwältin von Draguignan, Laurence Barriquand, der Deutschen Presse-Agentur mit.
Vor einem halben Jahr waren bereits drei Tatverdächtige festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Ob sich noch weitere Tatverdächtige im Visier der Fahnder befinden und ob bereits ein Strafprozess ins Auge gefasst wird, konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht sagen.
Bei dem Überfall in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2025 waren maskierte und bewaffnete Täter in die Villa der Familie Geiss bei Ramatuelle nahe Saint-Tropez eingedrungen. Das Paar wurde nach eigenen Angaben bedroht und verletzt. Carmen Geiss erlitt Verletzungen am Hals, Robert Geiss wurde nach eigenen Angaben gegen die Rippen getreten. Zudem wurden Wertgegenstände entwendet. «Wir mussten die Tresore aufmachen», sagte Robert Geiss damals. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte den Raubüberfall bestätigt, sich zu Details jedoch nicht geäußert.
Die Familie Geiss erhöhte nach dem Überfall die Sicherheit ihres Anwesens mit einer Alarmanlage und einer neuen Videoüberwachung. Außerdem wurde ein rund drei Meter hoher Zaun um das Anwesen errichtet.
Carmen und Robert Geiss wurden beide in Köln geboren und sind seit 1994 verheiratet. Der Unternehmer besaß zu dem Zeitpunkt ein Sportbekleidungslabel, Carmen arbeitete als Model und Fitnesstrainerin. Die beiden geben seit 2011 mit ihrer Fernseh-Show «Die Geissens – eine schrecklich glamouröse Familie» Einblicke in ihr Jetset-Leben.
Quelle: dpa